Verheerender Anschlag in Pakistan
Offenbar ein Deutscher bei Hotelanschlag getötet

Unter den Opfern des verheerenden Autobombenanschlags auf das Marriott-Hotel im Zentrum der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist offenbar auch ein Deutscher. Mindestens 53 Menschen starben bei dem Anschlag, den Pakistans Justizminister Farooq Naek mit dem 11. September in den USA vergleicht.

ISLAMABAD. Bei dem Selbstmordanschlag auf ein Hotel in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist auch ein Deutscher getötet worden. Dies erklärte Rehman Malik, ranghoher Mitarbeiter des pakistanischen Innenministeriums, am Sonntag. Das Auswärtige Amt bestätigte bislang nur, dass sieben Deutsche bei dem Anschlag verletzt wurden. Das Lagebild sei aber noch nicht vollständig, sagte eine Ministeriumssprecherin am Sonntagmorgen.

Bei der Explosion einer Autobombe und einem anschließenden Großbrand waren am Samstag mindestens 53 Menschen ums Leben gekommen. Getötet wurden auch der tschechische Botschafter in Pakistan und ein US-Bürger.

Die gewaltige Detonation riss ein etwa zehn Meter tiefes Loch in die Straße vor dem Hauptgebäude des Luxushotels. Aus den Fenstern schlugen Flammen, das Gebäude drohte einzustürzen. Es stand stundenlang in Flammen. Auch am Sonntag war das Feuer zunächst noch nicht endgültig gelöscht.

Der Anschlag war einer der schwersten in der Geschichte Pakistans. Präsident Asif Ali Zardari kündigte einen entschlossenen Kampf gegen den Terror an. „Das ist eine Bedrohung, ein Krebsgeschwür in Pakistan, das wir ausrotten werden“, erklärte der Staatschef, dessen Frau Benazir Bhutto im Dezember vergangenen Jahres nach einer Wahlkampfkundgebung ermordet wurde. Justizminister Farooq Naek verglich den Anschlag auf das Hotel mit dem 11. September in den USA.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Es habe aber Geheimdienstinformationen gegeben, dass Extremisten etwas zur Antrittsrede Zardaris vor dem Parlament am Samtag planten, sagte Malik. Die Sicherheitsvorkehrungen seien deshalb verschärft worden.

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