Verkaufszahlen Dank Rabatten und Steuernachlässen stabil
US-Autobauer profitieren nicht von Wahl

Egal wer in der kommenden Woche die US-Wahl für sich entscheidet: Die amerikanische Autoindustrie kann keine Nachfragebelebung erwarten.

HB HAMBURG. Unabhängig wer kommende Woche das Rennen macht, ob Amtsinhaber Georg W. Bush oder Herausforderer John Kerry, der neue US-Präsident wird die Konsumenten nach Überzeugung von Volkswirten und Analysten nicht durch neue Steuersenkungen zu mehr Konsum animieren wollen. „Beide werden sich um das hohe Haushaltsdefizit kümmern müssen, es wird keine neuen Steuerprogramme geben“, ist Thomas Hueck von der Münchener Großbank HVB überzeugt. Die Nachfrage auf dem wichtigsten Automarkt dürfte daher auf absehbare Zeit schleppend verlaufen.

Verkaufszahlen Dank Rabatten und Steuernachlässen stabil

Die Amerikaner haben in den vergangenen drei Jahren dank immer höherer Preisabschläge und gleich zwei umfangreichen Steuersenkungen durch die Bush-Regierung den Autobauern konstant gute Verkaufszahlen beschert. Der Fahrzeugabsatz der mit über 1,1 Millionen Beschäftigten in den USA besonders wichtigen Autoindustrie blieb nach dem Schock des 11. September 2001 auf hohem Niveau: für 2004 erwarten Experten bei den Neuzulassungen sogar ein leichtes Plus auf 16,8 Millionen Fahrzeuge. Dies wären 100 000 mehr als im Jahr davor. Ein weiterer Anstieg im nächsten Jahr gilt aber eher als unwahrscheinlich, zumal auch bei den immensen Rabatten das Ende der Fahnenstange erreicht sein dürfte.

Wegen dieser schon ruinösen Preisnachlässe von meist mehreren Tausend Dollar auf Neuwagen schreiben die beiden führenden Autobauer General Motors und Ford im Autogeschäft Verluste, die sie nur dank guter Kredit- und Leasinggeschäfte wettmachen können. Gleichzeitig nimmt die Konkurrenz aus Asien den US-Produzenten zunehmend Marktanteile ab, da sie ihre Modelle dank Produktivitätsfortschritten mit hohen Zusatzausstattungen zu konkurrenzfähigen Preisen verkaufen kann. Diesen beinharten Wettbewerb spüren auch deutsche Hersteller wie Volkswagen. Zudem sind die japanischen Autobauer Toyota und Honda ihrer US-Konkurrenz bei kombinierten Benzin- und Elektroantrieben (Hybrid) um Längen voraus, die sich wegen verschärfter Umweltauflagen in einigen US-Bundesstaaten zu Verkaufsrennern entwickelt haben.

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