Verletzte
Neuer Anschlag auf Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan

Beim zweiten Anschlag auf die Bundeswehr innerhalb von rund 30 Stunden sind am Montag in Afghanistan vier Soldaten leicht verletzt worden. Eine Bundeswehr-Patrouille sei gegen 15.30 Uhr Ortszeit am Rande der nordafghanischen Stadt Feisabad in eine Sprengfalle geraten, teilte die Bundeswehr mit.

HB BERLIN. Bei der Explosion seien die vier deutschen Soldaten durch Splitter verwundet worden. Sie könnten am Ort medizinisch versorgt werden, teilte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam mit.

Auch afghanische Zivilisten seien von dem Anschlag betroffen gewesen. Wie viele Zivilisten verletzt oder sogar getötet wurden, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Die Ermittlungen dauerten noch an.

Erst am Sonntag waren zwei Bundeswehrsoldaten bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe der nordafghanischen Stadt Baghlan verletzt worden, einer von ihnen schwer. Der Schwerverletzte sollte am späten Montagabend mit einer Maschine der Bundeswehr nach Deutschland zurückgebracht werden, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam auf Anfrage. Die Ankunft wurde gegen 23 Uhr auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Wahn erwartet. Der Mann sei nicht in Lebensgefahr, hieß es. Er soll im Bundeswehr-Krankenhaus Koblenz behandelt werden.

Die beiden am Sonntag verletzten Soldaten stammen aus einer Fernmeldeeinheit im nordhessischen Frankenberg. Ein entsprechender Bericht des Hessischen Rundfunks wurde am Montag in Bundeswehrkreisen inoffiziell bestätigt. Der leicht verletzte Soldat bleibt Bundeswehrangaben zufolge in Afghanistan im Einsatz.

Der Attentäter hatte den Sprengsatz am Sonntag gegen 10.20 Uhr Ortszeit bei Baghlan neben einem Militärkonvoi mit mehreren gepanzerten Fahrzeugen gezündet. Dabei kam nach afghanischen Angaben ein Zivilist ums Leben. Unter der Zivilbevölkerung gab es zudem mindestens zwölf Verletzte.

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