Verlustreichster Tag für US-Armee seit 6 Monaten
Blutiges Wochenende im Irak

Der im Irak entführte Japaner ist von seinen Geiselnehmern enthauptet worden. Unterdessen gingen die blutigen Kämpfe in dem Land weiter. Dabei erlitten die US-Truppen mit neun getöteten und zehn verletzten Soldaten am Samstag den verlustreichsten Tag im Irak seit einem halben Jahr.

HB BAGDAD/KAIRO. Allein im Westen des Landes starben acht amerikanische Marineinfanteristen bei einem Angriff auf ihren Konvoi in der westirakischen Al-Anbar-Provinz. In Bagdad tötete eine vor dem Büro des arabischen Nachrichtensenders Al-Arabija platzierte Autobombe nach Angaben des Senders sieben Menschen und verletzte 19 weitere Zivilisten. Die Regierung in Tokio bestätigte am Sonntag, dass es sich bei einer am Samstag in Bagdad gefundenen enthaupteten Leiche um die japanische Geisel Shosei Koda handelt.

Die Terrorgruppe von Abu Mussab al-Sarkawi hatte gedroht, den 24- Jährigen zu enthaupten, sollte Japan seine Truppen nicht innerhalb von 48 Stunden abziehen. Dies hatte Tokio abgelehnt. Eine von anderen islamischen Extremisten im Irak entführte Polin flehte indes in einem Video um ihr Leben. In der vom Sender Al-Dschasira verbreiteten Videoaufzeichnung bat Teresa Brocz Khalifa die Regierung in Warschau, auf die Forderung der Entführer einzugehen und die 2500 polnischen Soldaten aus dem Irak abzuziehen. Die mit einem Iraker verheiratete Frau besitzt auch die irakische Staatsbürgerschaft. Ministerpräsident Marek Belka hatte angekündigt, er werde der Forderung nicht nachgeben.

Al-Arabija strahlte am Samstag ein Video von Entführern eines sudanesischen Übersetzers aus. Darin erklärt die Gruppe, die sich Al- Thawra Al-Aschrin Brigaden nennt, ihre Geisel für eine US-Firma im Irak gearbeitet. Die Gruppe forderte die Firma auf, ihre Arbeit im Irak einzustellen. Andernfalls werde die Geisel getötet. Die Regierung von Sri Lanka bemühte sich am Sonntag um Informationen über das Schicksal eines Lastwagenfahrers, der offenbar zusammen mit einem Arbeiter aus Bangladesch im Irak gekidnappt wurde.

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