Vermeintlicher Waffentest
UN-Sicherheitsrat verurteilt nordkoreanischen Raketenstart

Während die Menschen in Nordkorea den geglückten Raketenstart tanzend auf den Straßen feiern, wird im Rest der Welt der Ruf nach harten Sanktionen laut. Ob Pjöngjang aber wirklich zittern muss, hängt von China ab.
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New YorkDer Raketenstart Nordkoreas ist beim UN-Sicherheitsrat auf scharfe Kritik gestoßen. Die Aktion habe gegen eine Resolution des Sicherheitsrats aus dem Jahr 2009 verstoßen, wonach ein Start mit „ballistischer Raketentechnologie“ verboten sei, teilte das höchste UN-Gremium nach Beratungen hinter verschlossenen Türen mit. Der Sicherheitsrat werde nun über „eine angemessene Reaktion“ beraten.

Nordkorea hatte am Mittwoch einen Satelliten ins All geschossen. Mit dem Start der Rakete vom Typ Unha-3 setzte sich das Regime über alle internationalen Warnungen und Proteste hinweg. In der Hauptstadt Pjöngjang feierten und tanzten die Menschen danach auf den Straßen. In Washington, Seoul, Tokio, New York und Berlin wurde der Raketenstart hingegen kritisiert. Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass Nordkorea an einer Atomrakete arbeitet, die den US-Staat Kalifornien erreichen könnte.

„Angesichts der Dringlichkeit der Angelegenheit (...) werden die Mitglieder des Sicherheitsrats ihre Beratungen über eine angemessene Reaktion fortsetzen“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, lobte die deutlichen Worte als „eine der schnellsten und entschlossensten“ Antworten auf eine Resolutionsverletzung. Nötig sei nun eine „klare Botschaft, dass Verstöße Konsequenzen haben“.

Ob die Vetomacht China allerdings weiteren Sanktionen gegen seinen Verbündeten Nordkorea zustimmen wird, war zunächst unklar. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Hong Lei, sagte am Mittwoch in Peking, die Reaktion auf den Raketenstart solle „besonnen, ausgewogen und geeignet sein, die Stabilität zu wahren und eine weitere Eskalation der Situation zu verhindern“. Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig forderte hingegen: „Ich glaube, es ist an der Zeit (...) eine klare Botschaft an die Demokratische Volksrepublik Korea zu senden - besser früher als später.“

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Nordkoreanischer Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt

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