Vermögenssteuer
Reichster Franzose kann nicht Belgier werden

Die belgische Staatsanwaltschaft legt ein Veto ein: Der französischen Luxusunternehmer Bernard Arnault bekommt nicht die belgische Staatsbürgerschaft. In Frankreich wurde ihm das Auswandern als Steuerflucht ausgelegt.
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ParisDie belgische Staatsanwaltschaft hat sich gegen die Einbürgerung des reichsten Franzosen ausgesprochen. Der Chef des Luxusgüterunternehmens LVMH, Bernard Arnault, habe nicht nachweisen können, dass sein Lebensmittelpunkt wie erforderlich in den vergangenen drei Jahren in Belgien gelegen habe, sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag. Arnaults Antrag auf belgische Staatsbürgerschaft im September hatte in Frankreich für Unmut gesorgt. Kritiker werfen ihm vor, er wolle wie auch der Schauspieler Gerard Depardieu auf diesem Wege die Reichensteuer umgehen. Arnault hat dies bestritten.

In Belgien trifft ein Parlamentsausschuss die Entscheidung über die Vergabe der Staatsbürgerschaft an Ausländer. Er stützt sich dabei auf Empfehlungen der Staatsanwaltschaft, des Geheimdienstes und der Einwanderungsbehörde. Auch letztere hatte sich Presseberichten zufolge im vergangenen Monat schon ablehnend zu Arnaults Antrag geäußert.

Einwohner Belgiens zahlen unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft keine Vermögenssteuer. In Frankreich gilt sie für Vermögen über 1,3 Millionen Euro. Auch die Gewinne aus Aktienverkäufen sind in Belgien steuerfrei.

Im vergangenen Monat hatte der französische Schauspieler Gerard Depardieu erklärt, er sei von Frankreich nach Belgien umgezogen, um der neuen Reichensteuer zu entgehen. Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault bezeichnete dies als erbärmlich, was wiederum eine erboste Reaktion Depardieus zur Folge hatte. Den daraufhin vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angebotenen russischen Pass nahm Depardieu unterdessen an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vermögenssteuer: Reichster Franzose kann nicht Belgier werden"

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  • Warum geht der Mann nicht einfach in die Schweiz? Dort sind Steuern für sehr Vermögende frei verhandelbar, siehe Michael Schumacher. Oder Monaco? Passt doch beides viel besser zu seinem Luxus-Krempel als das doch eher provinzielle Belgien.

  • Da ist Panama zu empfehlen. Allerdings versteht man dort kein Französisch.

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