„Verschleppungstaktik"
Griechenland stürzt noch tiefer ab

Der Notenbankchef rechnet mit Athens Regierung ab: „Schludrigkeiten und Verschleierungen“ seien für den Absturz verantwortlich. Nach der Wahl im Mai müssten die Reformen verschärft werden. Danach sehe es aber nicht aus.
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AthenGriechenlands Wirtschaft  wird 2012 weiter abstürzen – und zwar noch tiefer als bisher gedacht. Das prognostiziert die griechische Zentralbank in ihrem am Dienstag vorgelegten Jahresbericht. Hart ging Zentralbankchef Giorgos Provopoulos in seiner Rede vor der Jahreshauptversammlung der Notenbank mit den Athener Politikern ins Gericht: „Nachlässigkeiten und Verzögerungen“ hätten die Schuldendynamik in den beiden vergangenen Jahren beschleunigt, kritisierte Provopoulos und rief die Regierung zu „entschlossenen Reformen“ auf.

Wenn die Reformagenda und die Sparauflagen des neuen Rettungspakets nicht konsequent umgesetzt würden,  laufe das Land Gefahr, seine Mitgliedschaft in der Eurozone zu verspielen, warnte der Notenbanker. Die bisher umgesetzten Reformen und Konsolidierungsschritte seien zwar „bedeutsam aber noch unzureichend“, kritisierte Provopoulos: „Die Schludrigkeiten und die Verschleppungstaktik der Vergangenheit haben die Kosten der Anpassung vervielfacht.“

Deutliches Unbehagen ließ Provopoulos angesichts der für den 6. Mai geplanten Wahlen erkennen. Der Wahlkampf habe bereits zu Verzögerungen bei der Umsetzung der notwendigen Veränderungen geführt. Wenn es nach der Wahl Zweifel am Willen der Regierung und der Gesellschaft gebe, die Programme umzusetzen, könnten sich die derzeit günstigen Voraussetzungen ins Gegenteil verkehren“, warnte Provopoulos.

In jüngsten Meinungsumfragen entfallen mehr als die Hälfte der Stimmen auf Parteien, die den Sparkurs ablehnen oder sogar Griechenlands Ausscheiden aus der Währungsunion und der EU propagieren. Die in den Umfragen ablesbare starke Aufsplitterung der Parteienlandschaft lässt eine schwierige Regierungsbildung erwarten.

Aber selbst wenn nach dem 6. Mai schnell politische Stabilität einkehren sollte, hat das Land noch einen weiten Weg vor sich. „Wir haben keinerlei Anlass, uns zurückzulehnen“, mahnte Notenbankchef Provopoulos. Nachdem Griechenlands Wirtschaftsleistung 2011 um 6,9 Prozent schrumpfte, erwartet die Zentralbank für dieses Jahr einen weiteren Rückgang um fünf Prozent. Diese Vorhersage gelte für den Fall, dass die geplanten Strukturreformen „ohne Verzögerung umgesetzt werden“, mahnte Provopoulos. Andernfalls könnte sich die Talfahrt sogar noch weiter beschleunigen. Gefahren drohen auch, wenn es in der EU nicht bei einem „milden Abschwung“ bleibe oder die Euro-Schuldenkrise eskaliere, warnte Provopoulos.

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Tiefste Rezession seit dem 2. Weltkrieg

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  • "Griechenland hätte nicht in den Euro kommen dürfen."

    Es gibt Menschen, die sagen, daß es ein schwerer Fehler war, von den Bäumen herunter zu kommen, andere finden wiederum, daß der eigentliche Fehler schon darin lag, das Wasser zu verlassen.

    Wenn Sie herausfinden, wo ich das geklaut habe, bekommen Sie eine (virtuelle) Digitalarmbanduhr ...

  • Liebe Red.

    vielen Dank, daß Ihr das hier stehen lassr, damit der geneigte Leser sehen kann, wie der Mob halt so funktioniert, wenn die Großschreibtaste mit ihm durchgeht.

  • Bitte helft mit, den ESM zu stoppen:

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    http://www.stop-esm.org/home

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