Verschonung Arafats nicht sicher
Scharon relativiert seine Zugeständnisse

Ein gewaltsames Vorgehen gegen Arafat würde vermutlich zu Spannungen mit den USA führen. Der engste Verbündete Israels hat sich entschieden gegen eine Tötung Arafats ausgesprochen. Vor zwei Wochen hatte die israelische Armee den Gründer der radikalen Hamas-Bewegung, Scheich Ahmed Jassin, im Gaza-Streifen mit einem gezielten Raketenangriff getötet. Arafat hatte die Drohungen zurückgewiesen und erklärt, er sorge sich mehr um sein Volk als um sich selbst.

Dem israelischen Armeerundfunk sagte Scharon, auch im Westjordanland sollten vier jüdische Siedlungen geräumt werden. Die Aufgabe der Siedlungen ist Teil eines Plans Scharons, bei einem Scheitern der internationalen Friedensbemühungen eine einseitige Lösung des Konflikts mit den Palästinensern anzustreben. „Mein Plan ist für die Palästinenser hart“, sagte er der „Jedioth Ahronoth“. „Ein tödlicher Schlag. Bei einem einseitigen Vorgehen gibt es keinen Palästinenser-Staat. Diese Situation könnte viele Jahre bestehen bleiben“, sagte er.

Scharon will sich am 14. April bei einem Treffen mit Bush in Washington um Unterstützung für sein Vorhaben bemühen. Der israelische Ministerpräsident lehnt zum jetzigen Zeitpunkt Friedensgespräche mit den Palästinensern ab. Er wirft der Palästinenser-Regierung vor, nicht ausreichend gegen militante Gruppen vorzugehen, die für zahlreiche Selbstmordanschläge in Israel verantwortlich sind.

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