Verschwörungstheoretiker
Donald Trump kann es nicht lassen

Der konservative Immobilienmogul Donald Trump ist ein wertvoller Verbündeter für Mitt Romney im Kampf ums Weiße Haus. Doch seine penetranten Verschwörungstheorien gefährden nun zunehmend den Wahlkampf.
  • 10

WashingtonEr ist reich, hat eine lustige Frisur und ist immer für einen knackigen Spruch zu haben. Donald Trump, Immobilienmogul und populäre TV-Persönlichkeit, ist aber vor allem auch dies: Ein glühender Anhänger der Republikaner, und zwar von der ultrakonservativen Sorte. Ein wertvolles Schlachtross also für die Partei im Kampf um die Rückeroberung des Weißen Hauses. Alle Präsidentschaftskandidaten hatten um die Gunst von „The Donald“ gebuhlt – Mitt Romney hat sie bekommen.

Und das sollte den wahlkämpfenden Romney, der am Dienstagabend die Vorwahl in Texas gewonnen und nun alle Stimmen für die Nominierung zusammen hat, eigentlich freuen. Wäre da nicht diese lästige Eigenschaft von Trump: Er ist eigensinnig und unberechenbar. Eine lose Kanone an Deck. Und er ruinierte Romney fast den glorreichen Dienstag.

Denn Stunden bevor der Kandidat seinen Fürsprecher in Las Vegas zu einem Spendendinner treffen wollte, hatte Trump vor einem Millionenpublikum wieder einmal seine unverwüstliche Verschwörungstheorie hervorgekramt: Barack Obama sei gar nicht in Amerika geboren und deshalb illegal Präsident geworden, was das Weiße Haus zu verschleiern versuche. „Eine Menge Leute glauben nicht, dass die Geburtsurkunde echt ist“, sagte Trump bei CNN. Bereits in den vergangenen Tagen hatte er den Satz in gleich in mehreren Interviews wiederholt.

Für Romney, der als moderat gilt und die entscheidenden Wechselwähler für sich gewinnen will, ist Trumps Griff in die Mottenkiste nicht gerade willkommen. Erst recht nicht an diesem Dienstag und erst recht nicht in Nevada, wo Las Vegas liegt, einem Wechselwählerstaat.

Trump ist Wortführer der so genannten „Birther“, die behaupten, Obama sei ein Ausländer (oder gar ein Muslim). Das Thema allerdings ist ein alter Hut, die Amerikaner sind laut Umfragen davon genervt. Obamas Geburtsurkunde ist im Internet einzusehen, und erst kürzlich bestätigte der Bundesstaat Hawaii erneut, dass der Präsident dort auf die Welt kam.

Seite 1:

Donald Trump kann es nicht lassen

Seite 2:

„Reich an Geld - arm an Intelligenz“

Kommentare zu " Verschwörungstheoretiker: Donald Trump kann es nicht lassen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • http://www.breitbart.com/Big-Government/2012/05/17/The-Vetting-Barack-Obama-Literary-Agent-1991-Born-in-Kenya-Raised-Indonesia-Hawaii

    Natürlich mit dem nötigen Spin....

  • @ AynRand

    solange Sie keine nachprüfbaren Quellen nennen, bezeichne ich Sie als "dumm schwätzenden Brunnenvergifter".

  • @AynRand
    Das sind alles nicht bewiesene Behauptungen. Falls der Obama kein gebürtiger US Bürger wäre, hätten die radikalen Obamahasser und Republikaner ihn längst in die Tonne getreten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%