Verstärkte Regulierung
Brüssel will Banken bremsen

Drei zusätzliche Aufsichtsbehörden will die brüsseler Bürokratie aufbieten, um die europäische Finanzindustrie in die Schranken zu weisen. Doch schon vor dem entscheidenden Treffen der Ministerrunde macht London deutlich, dass es von der Idee nichts hält.
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HB BRÜSSEL/LONDON. Die EU-Finanzminister sind am Mittwoch in Brüssel zusammengekommen, um über eine verstärkte Regulierung der Finanzmärkte zu verhandeln. Der schwedische Ressortchef und amtierende Vorsitzende der Ministerrunde, Anders Borg, zeigte sich zuversichtlich: „Ich erwarte, dass wir heute eine Entscheidung fällen. Wir bewegen uns stark auf einen Kompromiss zu.“ Es sollen unter anderem drei europäische Aufsichtsbehörden für den Banken-, Versicherungs- und Wertpapiersektor geschaffen werden.

Großbritanniens Finanzminister Alistair Darling hat sich unterdessen gegen eine EU-Regulierung von Unternehmen am Finanzplatz London ausgesprochen. Die nationalen Regulierer müssten die Aufsicht behalten. „Wenn Unternehmen mehr als einer Behörde Rechenschaft ablegen müssten, wäre das ein Rezept für Verwirrung“, schrieb Darling vor dem Treffen der EU-Finanzminister in einem Gastbeitrag für die in London erscheinende Tageszeitung „The Times“ (Mittwoch).

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