Verstoß gegen das internationale Recht
Annan fordert von Israel Ende gezielter Tötungen

Außergerichtliche Tötungen seien ein Verstoß gegen das internationale Recht, kritisierte der UN-Generalsekretär die Tötung des Hamas-Führers Jassin durch die Israelis. Die US-Regierung betonte indes, Jassin persönlich sei in terroristische Aktivitäten verwickelt gewesen.

HB NEW YORK. UN-Generalsekretär Kofi Annan hat Israel am Montag offiziell aufgefordert, gezielte Tötungen wie bei Scheich Ahmed Jassin umgehend einzustellen. „Außergerichtliche Tötungen sind ein Verstoß gegen das internationale Recht“, hieß es in der Erklärung Annans.

Derweil hieß es aus dem Weißen Haus, der von Israel getötete Hamas-Gründer sei persönlich in terroristische Aktivitäten verwickelt gewesen. Israel habe das Recht auf Selbstverteidigung, müsse aber wie alle Parteien im Nahen Osten „die Konsequenzen seines Handelns mitberücksichtigen“, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, am Montag in Washington.

Der Sprecher von US-Präsident George W. Bush wollte trotz der Nachfragen von Journalisten die israelische Aktion nicht bewerten. McClellan forderte von den palästinensischen Behörden erneut die Bekämpfung und Entwaffnung der terroristischen Gruppen.

UN-Generalsekretär Annan verurteilt den israelischen Anschlag auf Jassin, der acht weitere Menschenleben forderte, auf das Schärfste. „Ich verurteile das gezielte Attentat auf Hamas-Chef Ahmed Jassin und die Übrigen, die mit ihm starben. Solche Aktionen widersprechen nicht nur dem Völkerrecht. Sie helfen auch nicht bei der Suche nach einer friedlichen Lösung, sondern bewirken das Gegenteil“, sagte Annan.

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