Verstoß gegen Rechtsprinzipien
Ankläger bei Nürnberger Prozessen kritisiert Guantanamo

Der frühere US-Ankläger bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen Henry King hat das US-Militärverfahren in Guantanamo als Unrecht bezeichnet. Es verletze die Grundlagen der Nürnberger Prozesse und verstoße gegen Rechtsprinzipien der Fairness, sagte der 88-jährige King am Montag der Nachrichtenagentur Reuters

HB MIAMI. King hatte während der Nürnberger Prozesse gegen deutsche Nazi-Kriegsverbrecher nach dem Zweiten Weltkrieg unter anderen Albert Speer vernommen. „Das Prinzip einer fairen Verhandlung ist Teil unserer Tradition und unseres nationalen Erbes“, sagte King. Er kritisierte, dass es in Guantanamo möglich sei, Beweise zu nutzen, die nur durch Folter zustande gekommen seien.

Außerdem würden einige Beweise der Verteidigung vorgehalten und es werde nicht von der Unschuldsvermutung ausgegangen. Die Guantanamo-Häftlinge sollten die Rechte von Kriegsgefangenen und einen fairen Prozess erhalten, der auch einen möglichen Freispruch offen lasse, sagte King. Die USA betrachten die Gefangenen in Guantanamo als „feindliche Kämpfer“ und verwehren ihnen damit die Rechte von Kriegsgefangenen.

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