Versuchter Bombenanschlag
Verdächtige im Times-Square-Prozess kommen frei

Mitten im Herzen New Yorks missglückte im Jahr 2010 ein Anschlag, für den sich mutmaßliche Hintermänner in Pakistan verantworten mussten. Nun sprach das Gericht die Personen frei - aus Mangel an Beweisen.
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IslamabadGut zwei Jahre nach dem gescheiteren Anschlag auf den New Yorker Times Square sind in Pakistan vier als Helfer beschuldigte Männer freigekommen. Das teilte ihr Anwalt am Samstag mit. Der Anklage sei es nicht gelungen, Beweise für die Schuld seiner Mandanten vorzubringen, sagte Malik Imran Safdar. „Nach langem Verfahren hat der Richter sie heute freigelassen.“

Am 1. Mai 2010 hatte Faisal Shahzad - ein Amerikaner pakistanischer Abstammung - versucht, eine in seinem Wagen versteckte Bombe auf dem Times Square im Herzen von New York zu zünden. Der Sprengsatz war allerdings nicht hochgegangen. Die vier Pakistaner waren anschließend als mutmaßliche Helfer in ihrer Heimat festgenommen worden. Shahzad wurde fünf Monate nach der Tat von einem New Yorker Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt.

Im Kampf gegen den Terror hatten die USA die pakistanische Regierung gedrängt, auch den Hintermännern von im Ausland verübten Terroranschlägen den Prozess zu machen. Die Entscheidung im Times-Square-Fall dürfte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Islamabad weiter belasten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Fast alle Anschläge wurden von Regierungen oder in deren Auftrag unternommen, Bologna, Madrid, London, Atlanta, NY oder die "Flugzeugbomber". Auch die RAF, Sauerlandgruppe, Gasflaschenbomber oder aktuell die sog. NSU sind ohne Geheimdiensthilfe nicht denkbar.
    So war das auch in diesem Fall, da hätte der Staatsanwalt die eigenen Geheimdienste anklagen müssen.
    Die Bürger durchschauen das böse Spiel mittlerweile und haben nur noch Verachtung für die Verbrecher in den Regierungen übrig. Die totale Überwachung steht an.

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