Verteidigung
Russland fordert Beteiligung an US-Raketenabwehr

Russland soll Partner im geplanten US-Raketenabwehrschirm werden - oder aber mit Härte auf die Pläne reagieren. Das hat Konstantin Kosatschow, Vorsitzender des Auswärtigen Auschusses der Duma, im Interview mit dem Handelsblatt gefordert.

HB DÜSSELDORF. "Falls das System nicht gegen Russland gerichtet ist, sollten wir als Partner mitmachen dürfen. Das würde die Spannungen beseitigen", forderte Kosatschow.

Sollte aber keine befriedigende Antwort "in nächster Zeit" kommen, müsse Russland an Gegenmaßnahmen denken. "Der Streit kann auch Auswirkungen auf den Abrüstungsvertrag über konventionelle Waffen in Europa haben." Es könne nicht sein, dass sich nur Russland an die Vereinbarungen halte, die Nato aber wichtige Einrichtungen nach Osten verlege. "Das kann so nicht bleiben. Sonst muss Russland auch im europäischen Teil des Landes wieder mehr konventionelle Kräfte stationieren", sagte Kosachev

Neben der erwähnten Truppenverlegung "wird Russland dann neue strategische Interkontinentalraketen entwickeln, die das Abwehrsystem unnütz machen. Dies ist eine asymetrische Antwort." Zudem werde Russland sich nicht länger an den Abrüstungsvertrag über Mittel- und Kurzstreckenraketen halten. "Ohnehin kann es nicht sein, dass sich mit den USA und Russland nur zwei Länder zur Abrüstung auf diesem Gebiet verpflichten. Leider werden wir dann neue Raketen entwickeln müssen."

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