Verteidigungssystem
Russland droht Nato mit eigenem Abwehrschirm

Am Montag trifft sich der Nato-Russland-Rat. Der russische Nato-Botschafter warnt vor einem Scheitern der Gespräche über ein gemeinsames Raketenabwehrsystem. Dann müsse Moskau einen eigenen Abwehrschirm aufbauen.
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MoskauRussland will im Falle eines Scheiterns der Gespräche mit der Nato über ein gemeinsames Raketenabwehrsystem bis Ende Jahres mit dem Aufbau eines eigenen Verteidigungssystems beginnen. Moskau sei zu schwierigen Verhandlungen und Kompromissen bereit, sagte der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Agentur Interfax. Bei dem Treffen des Nato-Russland-Rates an diesem Montag in der südrussischen Schwarzmeermetropole Sotschi erwarte Moskau aber eine klare Position der Militärallianz zu den Raketenabwehrplänen.

Wenn die Nato ein Verteidigungssystem ohne Russland aufbaue, dann sei „klar, dass wir zum Ende des Jahres unsere eigene Architektur entwerfen müssen“, sagte Rogosin. Im Moment seien die Gespräche zu einem gemeinsamen Projekt in einer Sackgasse. Ein Durchbruch sei auch bei einem Treffen des Kremlchefs Dmitri Medwedew mit dem Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Sotschi nicht in Sicht.

Rogosin betonte, dass Russland sich im Falle eines Alleingangs der Nato in seiner Sicherheit bedroht fühlen würde. Er selbst wolle am 21. und 22. Juli in Washington für Moskaus Beteiligung werben. Die Nato hatte Russland zum Aufbau eines gemeinsamen Abwehrsystems eingeladen. Moskau brauche nun Klarheit, wie ernst diese Einladung sei, sagte Rogosin.

Bei der Sitzung in Sotschi auf Botschafterebene wolle Moskau auch neue Anti-Terror-Technik präsentieren, mit der etwa Sprengstoff an Selbstmordattentätern aus der Ferne geortet werden könne. Außerdem stelle Russland sein Sicherheitskonzept für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi vor, sagte Rogosin.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • NATO?

    Die treibende Kraft dahinter sind USA und paranoisch-rusophobischen Oststaaten. Als ob es keine andere Probleme gäbe...

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