Vertrauliche Gespräche
Merkel und Juncker reden über Griechenland

Bundeskanzlerin Merkel und Eurozonen-Chef Juncker haben über den künftigen Rettungsfonds ESM und die Lage in Griechenland beraten. Offenbar wollen beide die Debatte über eine mögliche Umschuldung des Landes unterbinden.
  • 4

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel und Eurozonen-Chef Jean-Claude Juncker haben am Montagabend in Berlin über den künftigen Rettungsfonds ESM und die Lage in Griechenland beraten. „Beim weiteren Umgang mit Griechenland war man sich einig, dass eine enge Abstimmung mit dem IWF und der EZB notwendig ist“, hieß es am Abend aus Teilnehmerkreisen. Weitere Details über das vertrauliche Gespräch wurden nicht genannt. Der Hinweis auf die nötige Kooperation mit der EZB dürfte aber bedeuten, dass sowohl Merkel als auch Juncker die Debatte über eine mögliche Umschuldung des Landes unterbinden wollen. Denn die EZB hatte unmissverständlich klar gemacht, dass sie diese ablehnt. Eine Verständigung mit der EZB ist aber auch deshalb wichtig, weil sich derzeit eine Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission in Griechenland befindet. Sie prüft, ob es weitere Hilfen für Griechenland geben sollte - und die Voraussetzungen dafür vorhanden sind.

Bereits mehrfach hatten sowohl die Bundesregierung als auch andere EU-Partner die Regierung in Athen aufgefordert, mehr zu tun, um die strukturellen Probleme des Landes zu lösen. Ein weiteres Thema des Gesprächs Merkels mit Juncker, an dem auch Finanzminister Wolfgang Schäuble teilnahm, war der künftige Rettungsfonds ESM, der seine Arbeit Mitte 2013 aufnehmen soll. Hier hatten die Euro-Finanzminister vergangene Woche über einen Entwurf beraten. Der Vertrag soll auf dem EU-Gipfel Ende Juni beschlossen werden. Strittig ist hier unter anderem, in welcher Form die Beteiligung privater Gläubiger an künftigen Krisenbewältigungen in der Eurozone in dem Vertragsentwurf erwähnt werden soll. Deutschland pocht auf sehr klare, bindende Formulierungen im Vertragstext selbst, viele EU-Partner möchten dies nicht. Als Vorsitzender der Eurozone nimmt Luxemburgs Ministerpräsident Juncker hierbei eine wichtige, vermittelnde Rolle ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vertrauliche Gespräche: Merkel und Juncker reden über Griechenland"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wenn diese Volksverbrecher schon zusammen sitzen, dann kommt wiedr nur Müll dabei heraus. Vor allem mal wieder Entscheidungen gegen das Volk
    Man sollte sie ausräuchern

  • I see the bad moon rising, I see trouble on the way
    I see earthquakes and lightning, I see bad times today

    Don't go out tonight, they're bound to take your life
    There's a bad moon on the rise

    I hear hurricanes are blowing, I know the end is coming soon
    I fear rivers overflowing, I hear the voice of rage and ruin

    Don't go out tonight, they're bound to take your life
    There's a bad moon on the rise

    Hope you got your things together,
    hope you are quite prepared to die
    Looks like we're in for nasty weather, one eye is taken for an eye

    Don't go out tonight, they're bound to take your life
    There's a bad moon on the rise

    (Text: CCR, Bad moon rising)

    Nie war es richtiger!

  • Schon wieder geheime Gespräche ...
    Der Lügner,
    Die Staatsratsvorsitzende, und
    100.000-DM-Schäuble
    bin mal gespannt, welche Wohltaten da wieder für den deutschen Steuerzahler rausspringen! Ach ja, wir sollen mehr arbeiten ...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%