Verwaltung der Stadt Kerbela mit Granaten angegriffen
13 Tote und 170 Verletzte bei Anschlag in Irak

Bei einer Reihe von Anschlägen in Kerbala sind 13 Menschen getötet und rund 170 verletzt worden. In der südirakischen Stadt ist das Hauptquartier der polnischen Truppen.

HB BERLIN. Bei mehreren Angriffen in der südirakischen Stadt Kerbela sind am Samstag 13 Menschen ums Leben gekommen. Die Anschläge mit vier Autobomben, Mörsergeschossen und Maschinengewehren richteten sich nach Militärangaben gegen zwei Stützpunkte der Koalitionstruppen auf dem Universitätsgelände sowie gegen das Rathaus der Stadt.

Bei den Toten handelte es sich nach Militärangaben um sechs irakische Polizisten und eine Zivilistin sowie sechs Angehörige der Koalitionstruppen. Nach Krankenhausangaben wurden 135 Iraker verletzt. US-Brigadegeneral Mark Kimmitt sprach in Bagdad von mindestens 37 verwundeten Soldaten, darunter fünf Amerikaner.

Vier der getöteten Soldaten sind Bulgaren, wie der stellvertretende bulgarische Verteidigungsminister Ilko Dimitrow in Sofia mitteilte. Es seien zudem 27 bulgarische Soldaten verletzt worden. Die zwei anderen getöteten Soldaten stammen nach Regierungsangaben in Bangkok aus Thailand. Ein thailändischer Militärsprecher sagte, die beiden hätten Wache gestanden, als ein Wagen die Wand eines Militärstützpunktes rammte.

In dem Sektor sind unter anderem Soldaten aus den USA, aus Polen, Bulgarien, Thailand und von den Philippinen im Einsatz. Drei Fahrer hätten ihre Wagen mit Autobomben gegen die beiden Militärbasen gesteuert, sagte der polnische Kommandeur Andrzej Tyszkiewicz. Sie seien jedoch erschossen worden, bevor sie ihre Ziele erreicht hätten. Die vierte Autobombe detonierte laut Tyszkiewicz vor dem Rathaus.

Im Zusammenhang mit dieser Explosion wurden zwei Männer festgenommen, wie ein US-Militärsprecher mitteilte. Augenzeugen berichteten von drei ausgebrannten Autos auf der Straße. Ein Polizist sagte, vor dem Rathaus seien zwei Raketen explodiert.

Augenzeugen berichteten, die Verwaltung der Stadt sei mit Granaten angegriffen worden. Außerdem explodierte eine Autobombe in der Nähe der Universität. Die polnisch geführten Koalitionstruppen der Region haben hier ihr Hauptquartier. Zum Zeitpunkt der Explosion war eine US-Delegation auf dem Gelände zu Besuch. Nach Angaben örtlicher Korrespondenten wurden auch mehrere Studenten verletzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%