Verwandte in USA alarmiert
US-Soldaten verweigerten Befehl

In der vergangenen Woche haben amerikanische Soldaten im Irak einen Befehl zum Transport von Benzin verweigert, weil sie die ihnen befohlene Aufgabe für zu gefährlich hielten.

HB BAGDAD/WASHINGTON. General James Chambers sagte am Sonntag in Bagdad, der Vorfall werde untersucht. Es sei noch zu früh zu sagen, ob gegen die Soldaten Disziplinarmaßnahmen erhoben werden. Auch der Vorwurf der Soldaten, sie seien bei der Mission nicht angemessen geschützt gewesen, werde geprüft.

Die 19 Männer und Frauen einer Versorgungseinheit sollten vergangenen Mittwoch einen Benzinkonvoi von Tallil mehr als 350 Kilometer nach Taji nördlich von Bagdad bringen. Nach ihren Angaben waren die Fahrzeuge nicht genügend gegen Bombenangriffe geschützt. Zudem sei das Benzin kontaminiert gewesen. Sie weigerten sich daraufhin, die Aufgabe zu erfüllen. Das Benzin wurde schließlich von anderen Kameraden aus der Einheit transportiert.

Die Soldaten alarmierten Verwandte in den USA, weil sie Strafen fürchteten, ohne dass die Armee die Hintergründe des Vorfalls publik machen wollte. Der Sender CNN strahlte die Aufnahme eines Anrufbeantworters aus, auf dem die Soldatin Amber McClenney ihre Mutter um Hilfe anfleht. „Dies ist ein schlimme Situation, Du musst Dich mit Leuten in Verbindung setzen“, sagt die junge Frau.

Nach Angaben von Chambers sind die betroffenen Soldaten alle wieder im Dienst. Die Fahrzeuge würden inspiziert. Er betonte, die Armee lasse jeden Konvoi von bewaffneten und bestens ausgebildeten Soldaten begleiten.

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