Verzicht auf Atomtest gefordert
„Bedrohung des Weltfriedens“ befürchtet

Japan will im UN-Sicherheitsrat auf scharfe Sanktionen gegen Nordkorea dringen, sollte die Regierung in Pjöngjang der internationalen Forderung nach einem Verzicht auf dem Atomwaffentest nicht nachkommen. Das japanische Außenministerium sprach von einer „ernsten Bedrohung des Friedens und der Sicherheit in Nordostasien und der Welt“.

HB TOKIO / SEOUL. Sollte Nordkorea den Test durchführen, müsse der Sicherheitsrat eine Resolution mit „schweren Strafmaßnahmen“ verabschieden, verlangte die Regierung in Tokio. Auch Südkorea begrüßte die Erklärung des UN-Sicherheitsrats zum drohenden nordkoreanischen Atomwaffentest und warnte, die Führung in Pjöngjang werde für die Folgen eines solchen Tests zur Verantwortung gezogen. Seoul unterstütze die „klare und strikte Position“ des Rats, der Pjöngjang am Freitagabend (Ortszeit) eindringlich vor einem solchen Test gewarnt hatte.

In der Stellungnahme des Außenministeriums in Seoul hieß es, „Nordkorea sollte verstehen, dass es sich durch einen Nukleartest keine Vorteile verschafft.“ Im Fall eines Tests müsse Nordkorea die alleinige Verantwortung für alle daraus folgenden Konsequenzen übernehmen. Südkorea bekräftigte, es werde keine Atomwaffen im Nachbarland hinnehmen.

Wie der UN-Sicherheitsrat rief auch Südkorea das kommunistische Nachbarland zum Verzicht auf seine Testpläne und zugleich zur Rückkehr zu den Sechs-Länder-Gesprächen über sein umstrittenes Atomprogramm auf. Diese Verhandlungen boykottiert Nordkorea seit einem Jahr. In südkoreanischen Medien wurde spekuliert, der angekündigte Test könnte am Sonntag durchgeführt werden, dem Jahrestag von Kim Jong Ils Ernennung zum Parteichef 1997. Ähnlich äußerte sich der stellvertretende japanische Außenminister Shotaro Yachi.

Nordkorea hatte am vergangenen Dienstag angekündigt, es werde einen Atomtest unternehmen. Der Weltsicherheitsrat hatte Nordkorea in seiner Erklärung auch indirekt Sanktionen angedroht. Ein Atomtest „würde den Sicherheitsrat zwingen, seinen Verpflichtungen gemäß der UN-Charta nachzukommen“.

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