
IstanbulAngesichts der Blockadehaltung der Vetomächte China und Russland im Syrien-Konflikt hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan eine Reform des UN-Sicherheitsrats gefordert. Wegen der anhaltenden Vetos der beiden ständigen Ratsmitglieder gegen alle Syrien-Resolutionen verliere der UN-Sicherheitsrat in den Augen aller „Unterdrückter“ weltweit seine Legitimität, sagte Erdogan am Samstag in Istanbul.
Er schlug vor, denn UN-Sicherheitsrat so umzubauen, dass er „gerechter und wirksamer“ werde und die Interessen der UN-Mitglieder besser repräsentiere als bisher. Dabei müsse auch der wachsende Einfluss von Schwellenländern wie der Türkei, Brasilien, Indien oder Indonesien Berücksichtigung finden: „Der Westen ist nicht mehr der einzige Mittelpunkt der Welt“, sagte Erdogan.