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Deutsche Geisel appelliert an Bundesregierung

Von dem in Afghanistan verschleppten deutschen Ingenieur Rudolf B. gibt es ein weiteres Lebenszeichen. Der afghanische Privatsender Tolo TV strahlte am Donnerstag ein Video aus, in dem der 62-Jährige die Bundesregierung um mehr Bemühungen für seine Freilassung bittet. Bei den Verhandlungen um seine Freilassung scheine etwas "schiefzugehen".

HB KABUL. „Ich bin in einer sehr schlechten Verfassung“, sagt Rudolf B. in der Aufzeichnung auf Deutsch. Seine Medikamente reichten nur noch drei Tage, und die Zeit laufe aus. Die Taliban versuchten, mit der afghanischen Regierung und auch der Botschaft zu verhandeln, aber irgendetwas scheine dabei „schiefzugehen“. Das Video zeigt Rudolf B., wie er auf einem Laken am Boden sitzt und sich die Brust hält, während er von einem Hustenanfall geschüttelt wird. Der Ingenieur war vor fünf Wochen in der Provinz Wardak entführt worden.

Auf Englisch beschreibt der 62-Jährige die Lebensumstände mit den Taliban, die sehr schlecht seien. „Ich lebe mit den Taliban 3000 Meter hoch in den Bergen“, sagt er. „Die Taliban versuchen, mit der afghanischen Regierung zu verhandeln, aber die redet nicht mit den Taliban. Und die Taliban haben versucht, Verbindung mit der Botschaft aufzunehmen, um uns freizulassen. Aber wenn die Zeit vorbei ist, wollen sie uns töten.“

Die Lebensumstände hoch oben in den Bergen seien sehr schlecht. Der Sender RTL hatte bereits am Mittwochabend den Ausschnitts eines Videos mit Rudolf B. gezeigt.

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