Videobotschaft: Arbeitgeber der Irak-Geiseln wendet sich an Entführer

Videobotschaft
Arbeitgeber der Irak-Geiseln wendet sich an Entführer

Seit 24. Januar sind die zwei Ingenieure der sächsischen Firma Cryotec, René Bräunlich und Thomas Nitzschke, in der Gewalt von Kidnappern im Irak. Cryotec-Chef Peter Bienert hat sich nun in einer Videobotschaft direkt an die Geiselnehmer gewandt.

HB LEIPZIG. Eine Sprecherin von Cryotec bestätigte am Mittwoch, dass das Video vergangenen Freitag in einem Studio des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) für das Fernsehen der Deutschen Welle aufgezeichnet wurde. Der Auslandssender strahlte das Video zunächst auf Englisch und Arabisch aus, seit Sonntag sendet es auch arabische Sender Al Dschasira. In dem Video bittet Bienert die Entführer, Kontakt mit deutschen Stellen aufzunehmen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte am Mittwoch in Berlin, in dem Entführungsfall gebe es „nichts Neues“ mitzuteilen. „Wir sind dabei, mit Geduld und Umsicht unsere Bemühungen fortzusetzen, unsere Landsleute frei zu bekommen.“ Der SPD-Politiker bat die Öffentlichkeit, ebenfalls Geduld und Umsicht zu üben. Hinweise auf negative Auswirkungen des Karikaturen-Streits auf die Geiselaffäre gibt es laut Steinmeier nicht.

Am vergangenen Freitag hatte sich Steinmeier in einer Videobotschaft an die Geiselnehmer gewandt. Sie hatten mit der Ermordung der beiden Deutschen gedroht, falls nicht binnen 72 Stunden die deutsche Botschaft im Irak geschlossen, die Unterstützung für die irakische Regierung aufgegeben und alle deutschen Firmen aus dem Irak abgezogen werden. Das Ultimatum ist abgelaufen, ohne dass Informationen zum Schicksal der beiden Sachsen öffentlich wurden.

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