Videobotschaft: Bin-Laden-Vertreter fordert "Ende der Kreuzzüge"

Videobotschaft
Bin-Laden-Vertreter fordert "Ende der Kreuzzüge"

Das Terrornetzwerk El Kaida hat den westlichen Nationen neue Anschläge mit „Zehntausenden von Toten“ angedroht. Gleichzeitig warf es ihnen vor, diktatorische Regime in den islamischen Ländern zu unterstützen.

HB DUBAI. Der arabische Fernsehsender El Dschasira hat am Sonntag ein weiteres Video der Extremisten-Organisation El Kaida ausgestrahlt. Darauf forderte der stellvertretende El Kaida-Chef Aiman al-Sauahri die westlichen Staaten auf, ihre Angriffe auf den Islam zu beenden.

„Wirkliche Sicherheit gibt es für die Völker des Westens nur durch Zusammenarbeit mit der muslimischen Nation auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt.“, so Al-Sauahri. Er fuhr fort: „Eure neuen Kreuzzüge werden genauso scheitern wie die vorherigen, jedoch erst nachdem Zehntausende von Euch getötet worden sind und nachdem Eure Wirtschaft zerstört sein wird.“

Der ägyptische El Kaida-Vize war in dem Video, das eine hervorragende Bildqualität hatte, sehr gut zu erkennen. Er sah deutlich älter aus als auf früheren Aufnahmen. Al-Sawahiri saß in einem leeren Raum, hinter ihm lehnte eine Schusswaffe an der Wand. Er sagte: „Drei Jahre ist es jetzt her, dass die ersten muslimischen Gefangenen nach Guantanamo geschickt wurden.“ Er wisse aber nicht, weshalb immer nur über dieses Gefangenenlager geredet werde, wo die „Regimes aus Pappe“ in den islamischen Staaten doch mit Unterstützung der Amerikaner „Tausende Guantanamos“ geschaffen hätten. Als Beispiele nannte er Gefängnisse in Kandahar und im irakischen Abu Ghoreib.

Al-Sauahri gilt als rechte Hand von El Kaida-Chef Osama bin Laden und ist auf mehreren Fotos mit ihm in Afghanistan zu sehen. Er steht auf der Fahndungsliste der 22 meistgesuchten Terroristen der US-Bundespolizei FBI. Es wird angenommen, dass er und Bin Laden sich im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet versteckt halten. Im Oktober hatte Bin Laden selbst in einem Video mit Anschlägen im Stil derer vom 11. September 2001 in den USA gedroht.

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