Videobotschaft des Terrornetzwerks
Londoner Attentäter von El Kaida ausgebildet

Am Jahrestag der Londoner-Selbstmordanschläge hat sich das Terrornetzwerk El Kaida in einer Videobotschaft zu der Ausbildung der Attentäter bekannt.

HB DUBAI. Zwei der vier Männer seien in Lagern der radikalen Moslem-Gruppe unterrichtet worden, sagte El-Kaida-Vize Ajman al-Sawahri in einem am Freitag im Internet veröffentlichten Video. Namentlich nannte er Shehzad Tanweer und Mohammed Sidique Khan. „Und dann sind sie nach Großbritannien zurückgekehrt, wo sie das Gelernte an ihre Brüder weitergegeben und ihren erfolgreichen Angriff geplant haben, der Großbritannien zum Absturz brachte.“ Bei den Anschlägen in London waren 52 Menschen getötet worden. In Großbritannien fanden am Freitag Gedenkveranstaltungen statt.

Bei dem Aufnahmen handelte es sich offenbar um neue Passagen aus einem Video, das schon in Auszügen am Vortag ausgestrahlt worden war. Darin äußerte sich ein als Shehzad Tanweer vorgestellte Mann zu den Gründen für die Anschläge. Die nicht- moslemischen Briten würden sich vielleicht fragen, womit sie das verdient hätten, sagte er. „Ihr habt eure Regierung gewählt, die ihrerseits weiterhin Mütter, Kinder, Brüder und Schwestern von Osten nach Westen in Palästina, Afghanistan, Irak und Tschetschenien unterdrückt.“ Die britische Regierung habe öffentlich den Völkermord an mehr als 150 000 unschuldigen Moslems im irakischen Falludscha unterstützt, hieß es.

Auf dem Band wurden zudem mit weiteren Angriffen gedroht. Die Londoner Anschläge seien nur der Beginn „einer Serie von Angriffen, die immer weiter gehen und immer stärker werden, bis ihr Eure Streitkräfte aus Afghanistan und Irak zurückgezogen habt“, sagte der Mann. „Und so lange, bis Ihr Eure finanzielle und militärische Unterstützung für Amerika und Israel beendet.“

Vor einem Jahr hatten vier junge britische Moslems in der Londoner Innenstadt Anschläge auf drei U-Bahn-Züge und einen Doppeldeckerbus verübt. Obwohl die Polizei mehr als 10 000 Zeugenaussagen gesammelt und mindestens 12 000 Spuren verfolgt hat, ist bis heute niemand wegen der Anschläge angeklagt.

Einen Tag nach der Ausstrahlung von Videoaufnahmen eines der Attentäter von London im arabischen Fernsehen ist das Band am Freitag zudem im Internet aufgetaucht.

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