Viel Lob für die Kanzlerin
Bush besucht Merkel in Stralsund

Die Bundeskanzlerin kommt in Washington gut an. Bei ihrer zweiten USA-Reise überschüttete Präsident Bush sie mit Lob und kündigte zudem einen baldigen Gegenbesuch in Deutschland an. Noch in diesem Sommer will er nach Stralsund kommen – und sich ein Bild von den Fortschritten in Ostdeutschland machen.

HB WASHINGTON. Nach Angaben Angela Merkels wird der Besuch voraussichtlich am 14. Juli kurz vor Beginn des G-8-Gipfels in St. Petersburg stattfinden. Bereits bei ihrem Antrittsbesuch im Januar hatte die Bundeskanzlerin den US-Präsidenten zu einem Besuch eingeladen. Nun nahm Bush die Einladung an. "Dies ist die Fortsetzung einer persönlichen Beziehung, die sich entwickelt", sagte Bush.

Merkel befindet sich derzeit auf USA-Reise. Es war erst der zweite Besuch der Kanzlerin im Weißen Haus. Doch US-Präsident George W. Bush empfing sie erneut wie eine gute Freundin. Nahtlos machte Bush im Oval Office nach der ersten Unterredungsrunde dort weiter, wo er bei der ersten Visite im Januar geendet hatte. Diesmal sprach er – die Kanzlerin lächelte im Sessel daneben etwas verlegen – davon, dass Merkel eine „faszinierende Person“ sei. Und wieder ging er auf ihre Vergangenheit in der DDR ein. „Mit ihren Erfahrungen unter der eisernen Hand eines kommunistischen Führers habe sie eine einzigartige Herangehensweise an die Probleme.“

Hauptthema des einstündigen Gesprächs zwischen den beiden Regierungschefs im Weißen Haus war der Atomstreit mit dem Iran. Beide setzten sich für eine diplomatische Lösung ein. „Ich sehe dafür auch eine gute Chance“, sagte Merkel. Es sei aber auch klar, „dass die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft mit Geschlossenheit gezeigt werden muss“.

Ständig miteinander telefoniert

Zu möglichen Sanktionen gegen den Iran äußerte sich keiner von beiden. „Das ist eine Frage, die Verbündete vertraulich behandeln“, sagte Bush. Es gehe nun erst einmal um eine Resolution des UN-Sicherheitsrats. „Wir werden weiter mit unseren Partnern darüber sprechen, wie wir eine diplomatische Lösung erreichen können.“

Schon in den vergangenen Wochen hatten Merkel und Bush einen engen Kontakt gehalten - insbesondere, um immer wieder über den Iran zu sprechen. Fünf bis sechs Mal telefonierten sie, hieß es. Mit zu dem guten Draht, den die beiden augenscheinlich haben, trug auch bei, dass sich Merkel im Gegensatz zu ihrem Amtsvorgänger Gerhard Schröder auf Englisch unterhalten kann.

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