Viele Bewohner auf der Flucht
Irak: Schwere Gefechte in Ramadi

Bei schweren Gefechten in der irakischen Stadt Ramadi zwischen US-Truppen und sunnitischen Rebellen sind am Montag mindestens drei Personen getötet worden. Nach Berichten von Kollegen starb während des Gefechts ein Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters.

HB RAMADI. Augenzeugen und Ärzte sprachen von den heftigsten Gefechten seit Tagen in der 110 Kilometer westlich Bagdads gelegenen Stadt, die als eine der Hochburgen des sunnitischen Widerstands in der Region gilt. Viele Bewohner traten auf Grund der Intensivierung der Kämpfe zwischen US- Marineinfanteristen und Aufständischen die Flucht an.

Augenzeugen berichteten, sie hätten ein in Brand geschossenes, gepanzertes US-Fahrzeug gesehen. Die Rebellen setzten unter anderem Granatwerfer gegen die US-Truppen ein, die angekündigt hatten, vor den für Januar angekündigten Wahlen im Irak in der Stadt Ramadi wie in der nahegelegenen Stadt Falludscha den Widerstand der Rebellen und Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein zu brechen.

Während der Gefechte wurde der 55-jährige Dhia Nadjim, der als freier Kameramann für Reuters arbeitete, bei den Filmaufnahmen in der Nähe seines Hauses von einer Kugel in den Kopf tödlich getroffen. Nadschim hinterlässt eine Frau, drei Töchter und einen Sohn. Eine Stellungnahme der US-Streitkräfte zu dem Vorfall lag zunächst nicht vor.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%