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Vier-Augen-Gespräch: Merkel spricht mit Samaras über Griechenland

Die Regierungschefs haben beim EU-Gipfel die Fortschritte Griechenlands gelobt. Damit nicht genug: Der griechische Regierungschef wird Angela Merkel unter vier Augen sprechen. In Griechenland gab es unterdessen Krawalle.

Antonis Samaras verabredete ein Vier-Augen-Gespräch mit Angela Merkel. Quelle: dpa
Antonis Samaras verabredete ein Vier-Augen-Gespräch mit Angela Merkel. Quelle: dpa

Brüssel/AthenDie Gespräche beim EU-Gipfel in Brüssel haben sich bis in den frühen Freitagmorgen gezogen. Dennoch wird sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kurz darauf zu einem kurzen Vier-Augen-Gespräch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras treffen. Dies verlautete am Rande des EU-Gipfels in Brüssel am späten Donnerstagabend.

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Das Treffen werde Freitagmorgen kurz vor Beginn der Beratungen stattfinden, hieß es aus diplomatischen Kreisen. Merkel war Anfang Oktober in die griechische Hauptstadt Athen gereist.

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Staaten haben zum Ende ihrer zehnstündigen Sitzung die Spar- und Reformanstrengungen der griechischen Regierung ausdrücklich unterstützt. „Guter Fortschritt wurde gemacht, um das Anpassungsprogramm wieder in die Spur zu bringen“, schrieben die Staatenlenker in einer am Freitagmorgen in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Sie riefen die griechische Regierung auf, ihre Spar- und Reformpolitik fortzusetzen. Wenn alle Maßnahmen umgesetzt würden, werde dies das Wachstum fördern und den Verbleib Griechenlands in der Eurozone sichern.

Die Euroländer lobten, dass sich Athen und die Gläubiger-Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) diese Woche in wesentlichen Fragen zur Umsetzung des Reformprogramms geeinigt haben. "Wir begrüßen die Entschlossenheit der griechischen Regierung, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, und wir loben die bemerkenswerten Anstrengungen des griechischen Volkes", heißt es in der Erklärung.

Der Bericht der „Troika“ - der Geldgeber - ist immer noch nicht fertig. Die „Chefs“ erklärten, sie erwarteten den Abschluss der laufenden Überprüfung. Wenn der Bericht vorliege, würden die Euro-Kassenhüter die nötigen Entscheidungen treffen. Kanzlerin Angela Merkel äußerte sich ähnlich: „Wir erwarten, dass Griechenland seine Verpflichtungen erfüllt.“ Damit sei dann auch sichergestellt, dass das Land in der Eurozone bleiben könne. Ein positiver Bericht ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Hilfstranche von 31,5 Milliarden Euro an das pleitebedrohte Land.

Griechenland

Der Regierungschef des Krisenstaats Griechenland, Antonis Samaras, hatte am späten Donnerstagabend bei dem Spitzentreffen das Wort ergriffen und um Unterstützung der Partner geworben, wie Diplomaten sagten. Er habe zum Beispiel auf den Beschluss seiner Regierung verwiesen, das Rentenalter von 65 auf 67 Jahre anzuheben.

In Griechenland beteiligten sich unterdessen Zehntausende an Kundgebungen gegen die von der Regierung umgesetzten internationalen Sparauflagen. In Athen kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Vermummte bedrängten die Beamten am Syntagma-Platz vor dem Parlament und warfen Brandsätze, die Polizei setzte Tränengas ein. Während der Proteste starb laut Gesundheitsministerium ein 65-jähriger Mann an einem Herzinfarkt.

Die griechischen Gewerkschaften kündigten für den 14. November eine "paneuropäische Mobilisierung" an. Dann soll es auch in Portugal und Spanien Proteste geben.

  • 19.10.2012, 09:07 UhrEuro-Payer

    Und was sagen Sie dazu? Auch alles Lügen?

    http://www.griechenland-blog.gr/2012/patriotismus-der-reeder-in-griechenland/8466/

    Auszüge:

    "Die “Wahlkampfdrohung” der SYRIZA, die Beziehung zwischen dem griechischen Staat und der Schifffahrt mit dem “Ziel der Abschaffung der 58 provokativen verschiedenen Steuerbefreiungen und Schaffung eines beständigen Steuersystems, welches der grundrechtlichen Auflage entsprechen wird, dass alle griechischen Staatsbürger zu den Steuerlasten beitragen, von Grund auf untersuchen zu werden“, scheint die Reeder und im weiteren Sinn ein komplettes Medien-Netzwerk beunruhigt zu haben."

    Und weiter:

    "Bezeichnend sind außerdem sowohl die Erklärungen von Reedern gegenüber Bloomberg (Viktor Restis: “Du wirst mich besteuern? Finde mich erst mal” oder Giorgos Ikonomou: “Ich bin überhaupt nicht beunruhigt. Mein Gesellschaftsbüro kann sich überall auf der Welt befinden, und so werden sie auch einen Anteil des BIP verlieren …“)"

    Aber lt- Merkel/Schäuble ist Griechenland ja auf einem "beeindruckenden" Reformkurs! Und der an der Nase herumgeführte deutsche Michel soll die Rechnungen zahlen! Einfach nur noch zum Ko......!!

  • 19.10.2012, 08:46 UhrEuro-Payer

    Das ist also Unsinn? Und das ZDF und der Focus lügen oder wie?

    Zitat:

    "Was Angelakos nicht sagt: Auch er profitiert von der „fehlenden Effizienz“, vom schwachen Staat. Laut der griechischen Verfassung sind Reeder davon befreit, Steuern zahlen zu müssen. Warum? Ist eben so. Angelakos findet das völlig ok, denn sein Land sei korrupt. In seiner Wut versteigt sich der Reeder zu der Formulierung: „Dem Staat Geld geben? Würden Sie Ihr Geld etwa Al Capone geben?“...
    ZDF-Doku „Die Griechenland-Lüge“: Griechische Reeder zahlen keine Steuern - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/zdf-doku-ueber-griechenland-kein-reeder-muss-steuern-zahlen_aid_749838.html"

    Also, wer sagt jetzt hier die Unwahrheit mein lieber Grieche!?

  • 19.10.2012, 07:55 UhrEdelzwicker

    Wenn alle Maßnahmen umgesetzt würden, werde dies das Wachstum fördern und den Verbleib Griechenlands in der Eurozone sichern.
    ---------------------------------------------------
    Ach, ich liebe Konditionalsätze. Besonders diesen:
    WENN Katzen Pferde wären, könnte man mit ihnen auf Bäumen reiten!

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