Vier Tote
Syriens Militär schießt auf Grenzposten

Die Syrische Armee hat einen Posten an der Grenze zur Türkei bombardiert. Dabei starben mindestens vier Menschen, 20 wurden verletzt. Panische Bewohner der kleinen Ortschaft Ras al-Ain flüchteten in die Türkei.

CeylanpinarIm Syrienkonflikt eskaliert die Gewalt an den Grenzen zur Türkei und zu Israel. Bei syrischen Luftangriffen im syrisch-türkischen Grenzgebiet gab es am Montag Tote und Verletzte - auf türkischer Seite wurden mindestens drei Menschen verletzt, darunter ein Soldat. Als Reaktion stiegen türkische F-16-Kampfjets auf, um die Grenze zu schützen, berichteten türkische Medien. Die israelische Armee auf den Golanhöhen schoss am Montag erstmals gezielt auf Kampfverbände in Syrien. Zuvor sei erneut eine Granate aus Syrien in der Nähe eines israelischen Postens eingeschlagen, teilte das Militär in Tel Aviv.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen stellte sich angesichts der neuen Zwischenfälle im syrisch-türkischen Grenzgebiet hinter den Bündnispartner Türkei: „Die Nato wird alles Nötige unternehmen, um die Türkei als unseren Verbündeten zu schützen und zu verteidigen.“ Ein Antrag der Türkei auf Stationierung von Patriot-Abwehrraketen wegen des Bürgerkrieges in Syrien liegt der Bundesregierung nicht vor. Das machte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Montag in Berlin deutlich.

Nach türkischen Fernsehberichten bombardierte ein syrisches Kampfflugzeug ein Ziel in Ras al-Ain nahe dem türkischen Grenzübergang Ceylanpinar. Auch syrische Militärhubschrauber seien im Einsatz. Experten vermuteten, dass die Luftwaffe eine bei Ras-al-Ain eingekesselte Einheit syrischer Regierungstruppen unterstütze. In der an der Grenze gelegenen türkischen Kleinstadt Ceylanpinar herrsche Panik und Angst. Beide Ortschaften liegen unmittelbar an der Grenze.

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London wurden in Ras al-Ain mindestens zwölf Menschen getötet. Unter ihnen seien sieben Rebellen, aber auch eine Frau und ein Kind. Die getöteten Oppositionskämpfer gehörten den Aktivisten zufolge zu der radikal-islamischen Al-Nusra-Front, die Verbindungen zum Terrornetz Al-Kaida hat. In der syrischen Provinz Homs wurden diesen Angaben zufolge mindestens 13 Soldaten des Regimes in einem Hinterhalt der Rebellen getötet.

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