Viereinhalbstündige Befragung
Bushs Top-Berater sagt in Affäre um Agentin aus

Der führende Berater von Präsident George W. Bush hat am Freitag zum vierten Mal vor der Grand Jury ausgesagt. Gegenstand war die Affäre um die Enttarnung einer US-Geheimdienstagentin.

HB WASHINGTON. Karl Rove wollte sich nach seiner viereinhalbstündigen Befragung in Washington nicht zum Stand der Dinge äußern. Sein Anwalt Robert Luskin erklärte jedoch, die Staatsanwaltschaft habe noch immer keine Entscheidung darüber getroffen, ob sie Rove anklagen werde. Beobachter werteten die Anhörung am Freitag als letzte Chance für Rove, die Jury von seiner Unschuld zu überzeugen.

Rove ist von einem Journalisten als eine Quelle für Berichte über eine US-Geheimdienstmitarbeiterin genannt worden. Die Enttarnung von Geheimdienstagenten ist in den USA strafbar.

Das Gericht soll klären, wer Valerie Plames Mitarbeit beim Geheimdienst CIA an Journalisten verraten hat und ob dabei gegen Gesetze verstoßen wurde. Plames Ehemann, der Diplomat Joseph Wilson, wirft der US-Regierung vor, ihre Identität aus Rache für seine Kritik am Irak-Krieg der USA Preis gegeben zu haben. Eine Anklage gegen den Bush-Berater könnte die Regierung politisch unter Druck setzen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%