Visum erhalten
Snowdens Vater darf nach Russland reisen

Der Vater des Whistleblowers kann seinen Sohn in Russland besuchen. Dank eines Reisevisums darf Lon Snowden nach Moskau reisen. Dort will er mit seinem Sohn Edward und einem Anwalt das weitere Vorgehen besprechen.
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WashingtonDer ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden erhält Verstärkung: Sein Vater hat ein Reisevisum für Russland erhalten, um seinen Sohn zu besuchen. Lon Snowden möchte mit ihm mögliche Verteidigungsstrategien hinsichtlich der drohenden Strafverfahren vor US-Gerichten besprechen, wie er und sein Anwalt Bruce Fein am Sonntag mitteilten. Die beiden wollen „sehr bald“ nach Moskau reisen. Das Datum der Reise solle aber nicht veröffentlicht werden. „Wir wollen uns mit Edward treffen und ihm Verteidiger vorschlagen, die Erfahrung mit Spionagegesetzen haben“, ergänzte Fein.

Bisher habe keiner von beiden direkt persönlich mit dem Ex-Geheimdienstmitarbeiter gesprochen, seit er aus den USA geflohen ist und schließlich in Russland Asyl erhalten hat, hieß es. Zudem freuen sich beide den Angaben zufolge, mit Edward Snowden Möglichkeiten einer Rückkehr in die USA zu erörtern. „Wo mein Sohn den Rest seines Lebens verbringen möchte, bleibt seine Entscheidung. Aber ich wünsche mir, dass er irgendwann die Möglichkeit hat, in die USA zurückzukehren“, sagte Lon Snowden.

Allerdings bezweifelt er, dass sein Sohn zu Hause einen fairen Prozess erhalten würde. Die Äußerungen von Präsident Barack Obama, seiner Regierung und Abgeordneten aus beiden Parteien über Snowden seien „absolut verantwortungslos“. Ihre öffentliche Vorverurteilung würde nicht ohne Einfluss auf eine potenzielle Jury bleiben, warnte er.

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Snowden hat umfangreiche Details über amerikanische und britische Spähprogramme für Internet und Telekommunikation enthüllt und war von Hawaii über Hongkong nach Moskau geflohen.

Anfang August hatte Russland Snowden dann vorübergehend Asyl für mindestens ein Jahr gewährt. Der Schritt erzürnte die USA, die Snowdens Auslieferung fordern und ihn wegen Spionage vor Gericht bringen wollen. US-Präsident Barack Obama sagte deswegen vor wenigen Tagen ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Waldimir Putin ab.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • ja, das Thema sollte unbedingt publikumswirksam am köcheln gehalten werden - egal wer das mediale Marketing betreibt.

    Privatsphäre und Datenschutz ist ein viel zu wichtiges Thema, als daß es, nachdem die ersten Wogen der Empörung abgeklungen sind, wieder von der Bildfläche verschwindet - OHNE DASS SUBSTANZIELLE FORTSCHRITTE erreicht wurden und OHNE DASS KÖPFE DER VERANTWORTLICHEN DATENVERBRECHER GEROLLT SIND.

    Wenn es dafür nötig sein sollte, dann möchte ich auch mehr von Snowdens Freundin, Snowdens Hund, Snowdens was auch immer lesen. Wenn es das Thema im Fokus der breiten Öffentlichkeit hält, dann sind alle Mittel recht, auch Bildzeitungs-Methoden.

    DIE SCHLACHT UM DAS INTERNET UND DATENSCHUTZ ist ZU WICHTIG als daß wir sie VERLIEREN können.

  • Dieser Vater, der seinem Sohn nicht das Recht auf freie, eigene Lebensgestaltung lassen kann, der ihn öffentlich auffordert, von seinen Aufklärungen abzusehen ist ein Zuhälter der USA und kein objektiver Diskussionspartner. Er möge den sehr charismatischen weil mutigen Sohn seinen Weg gehen lassen ja ihn dabei unterstützen!!!

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