Vize-Innenminister nach Explosion einer Autobombe leicht verletzt
Anschlag auf Mitglied des irakischen Regierungsrates

In Bagdad sind bei der Explosion einer Autobombe mehrere Menschen getötet worden. Extremisten wollten den irakischen Vize-Innenminister Jussef treffen.

HB BERLIN. Bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad sind am Samstagmorgen mindestens fünf Iraker getötet und 20 weitere verletzt worden. Nach ersten Angaben kamen vier Polizisten und eine Frau ums Leben, die sich in ihrem Haus aufhielt.

Ein hochrangiger Mitarbeiter des Innenministeriums sagte der Nachrichtenagentur AP, die Bombe sei vor dem Haus des stellvertretenden Innenministers Abdul Dschabbar Jussef explodiert. Er sei am Kopf und am Oberkörper verletzt worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Man habe ihn in ein Krankenhaus gebracht.

Mehrere Autos standen nach der Detonation in Flammen. Die Fernsehnachrichtenagentur APTN zeigte Bilder mehrerer brennender Autowracks und Trümmern auf der Straße. Amerikanische Soldaten und irakische Polizisten sperrten die Umgebung weiträumig ab.

Es ist bereits der zweite Anschlag mit einer Autobombe in Bagdad innerhalb einer Woche. Erst am Montag war mit einer Autobombe der Chef der irakischen Regierungsrates, Issedin Salim, getötet worden.

Zu dem Anschlag bekannte sich eine dem Terrornetzwerk al Qaeda nahestehende Gruppe um den Jordanier Abu Mussab al Zarqawi. In einer im Internet veröffentlichten Erklärung heißt es, solche Anschläge richteten sich gegen diejenigen, «die mit Washington kollaborieren».

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