Volksabstimmung
Schweiz sagt "Nein" zu Lohndeckel

Laut ersten Hochrechnungen lehnen die Schweizer eine Deckelung der Top-Gehälter ab. Eine Initiative hatte dafür gekämpft, dass Führungskräfte nicht mehr als das zwölffache des niedrigsten Lohns in einer Firma verdienen dürfen.
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ZürichDie Schweiz hat wie erwartet klar "nein" zur 1:12-Initiative gesagt. Laut einer ersten Hochrechnung des Umfrage-Instituts gfs.bern für das Schweizer Fernsehen SRF lehnen 65 Prozent der Wähler die Initiative ab. 35 Prozent stimmen ihr zu. In Kanton habe die Initiative eine Mehrheit erringen können, erklärte Claude Longchamp, der Leiter von gfs.bern im Schweizer Fernsehen.

Die Initiative verlangt, dass niemand mehr als das Zwölffache des niedrigsten Lohns in einem Unternehmen verdienen darf. Damit wollten die Jung-Sozialisten der Schweiz die ausufernden Gehälter der Top-Manager begrenzen. Der Vorstoß wurde von den Sozialdemokraten, den Grünen und den Schweizer Gewerkschaften unterstützt. Die Schweizer Regierung sowie die Wirtschaftsverbände und die bürgerlichen Parteien riefen dazu auf, den Vorstoß abzulehnen.

Laut Umfrage-Spezialist Longchamp habe die Initiative es lediglich geschafft, das linke Lager der Schweiz hinter sich zu bringen. Das sei der große Unterschied der Abzocker-Initiative vom Mai, die mittels Stärkung der Aktionärsrechte die ausufernden Manager-Gehälter Einhalt gebieten will. Diese Initiative hatte Stimmen aus allen politischen Lagern bekommen und wurde mit einer zwei Drittel Mehrheit angenommen.

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