Volkskongress tagt in China
Peking setzt weiter auf Außenhandel

China will seine Exporte in diesem Jahr deutlich steigern: In Peking glaubt man an ein Wachstum von sechs Prozent. Außerdem will das Reich der Mitte eine asiatische Freihandelszone schon 2015 erreichen.
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PekingTrotz der schlechten Nachfrage auf dem Weltmarkt ist Exportweltmeister China zuversichtlich, seinen Außenhandel in diesem Jahr um „etwa sechs Prozent“ deutlich steigern zu können. Nach einem schwachen Zuwachs von nur 3,4 Prozent im vergangenen Jahr stellte Handelsminister Gao Hucheng am Samstag auf einer Pressekonferenz anlässlich der laufenden Tagung des chinesischen Volkskongresses in Peking eine verstärke Förderung des Außenhandels in Aussicht.

Unternehmen solle auch bei der industriellen Modernisierung geholfen werden, um die Wertschöpfungskette hochzuklettern, sagte der Handelsminister. Ihre Wettbewerbsfähigkeit solle durch Innovation verbessert werden. China wolle auch die Verhandlungen über Freihandelsabkommen vorantreiben. Bislang habe China schon mit mehr als 30 Ländern und Regionen solche Vereinbarungen unterzeichnet, die 30 Prozent seines Außenhandels abdeckten.

Der Austausch von Informationen mit den USA und der Europäischen Union über das transpazifische und das transatlantische Freihandelsabkommen (TPP und TTIP) laufe gut. China wolle seine eigenen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen von 16 Ländern in Asien (RCEP), darunter Japan, Südkorea und Indien, bis Ende des Jahres abschließen, sagte der Handelsminister.

Nach dem Abschluss der Verhandlungen mit Südkorea werde China auch die Gespräche über ein dreiseitiges Freihandelsabkommen mit Südkorea und Japan beschleunigt fortsetzen. Die Pazifik-Anrainer (Apec) hatten sich im November in Peking darüber hinaus auf einen „Fahrplan“ für eine ebenfalls von China vorangetriebene Freihandelszone (FTAAP) in der asiatisch-pazifischen Region geeinigt.

China und die USA ringen als die größten Volkswirtschaften um die Führung in der Region. Die USA stehen Pekings Plänen skeptisch gegenüber, weil sie bereits mit elf anderen Staaten über die Transpazifische Partnerschaft (TPP) verhandeln.

China will bis zum Jahresende die Gespräche zur Bildung einer asiatischen Freihandelszone abschließen. Das sagte der Handelsminister der Volksrepublik, Gao Hucheng, am Samstag in Peking. Diese könnte Länder wie China, Indien, Südkorea, Thailand und Singapur, aber auch Australien und Neuseeland umfassen. Die Union wird von Peking vorangetrieben, weil die USA separat mit mehreren Ländern im pazifischen Raum über einen intensiveren Handel verhandeln. China ist nicht Teil dieser Gespräche.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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