Von Blacksburg bis Erfurt
Chronik: Die schlimmsten Amokläufe

Beim Amoklauf an einer technischen Hochschule im US-Bundesstaat Virginia sind mindestens 32 Menschen getötet worden. Es ist die blutigste Gewalttat auf einem US-Universitätscampus seit Bestehen der USA. Im Folgenden eine Chronik schlimmsten Amokläufe weltweit:

August 1966: Charles Whitman tötet an der Universität des US-Bundesstaates Texas in Austin 15 Menschen und verletzt 31 weitere - auch seine Mutter und die Ehefrau werden Opfer des Verbrechens.

Dezember 1989: Marc Lepine, 25, stürmt eine Schule für Polytechnik im kanadischen Montreal und erschießt 14 Frauen. Vier Männer und acht weitere Frauen werden verletzt, bevor der Täter die Waffe gegen sich selbst richtet.

März 1996: Ein Amokschütze tötet in einer Grundschule im schottischen Dunblane 16 Kinder und deren Lehrer, bevor er sich erschießt.

März 1997: Ein Mann richtet in zwei Schulen in Sanaa im Jemen sein Sturmgewehr auf hunderte Schüler. Er tötet sechs Kinder und zwei weitere Personen. Am nächsten Tag wird er zum Tode verurteilt.

März 1998: An der Westside Middle School in Jonesboro im US-Bundesstaat Arkansas töten zwei Elf- und 13-Jährige vier Schüler und einen Lehrer.

Mai 1998: In Springfield im US-Staat Oregon eröffnet ein Schüler der Thurston High School das Feuer. Zwei Schüler sterben, 22 werden verletzt.

April 1999: Zwei mit Sturmgewehren bewaffnete Schüler erschießen zwölf Mitschüler und einen Lehrer an der Columbine Highschool in Littleton im US-Bundesstaat Colorado, im Anschluss begehen sie Selbstmord.

Juni 2001: Mit einem Küchenmesser bewaffnet betritt Mamoru Takuma eine Grundschule in der Nähe der japanischen Stadt Osaka und tötet acht Kinder. Im September 2004 wird Takuma hingerichtet.

April 2002: Ein ehemaliger Schüler eröffnet am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt das Feuer als Rache dafür, dass er von der Schule geworfen wurde. Er tötet 16 Menschen und bringt sich dann um.

März 2005: Ein 16-jähriger Schüler erschießt fünf Mitschüler, einen Lehrer und einen Sicherheitsbediensteten einer Highschool im nördlichen US-Bundesstaat Minnesota, bevor er sich selbst tötet. Er erschießt auch seinen Großvater und dessen Freund in einem Indianerreservat.

13. September 2006: Ein ganz in Schwarz gekleideter junger Mann stürmt in eine Schule in Montreal in Kanada und schießt wild um sich. Eine 20-jährige Schülerin stirbt, 19 Menschen werden verletzt.

27. September 2006: Ein 53-jähriger Obdachloser erschießt an einer Highschool im US-Bundesstaat Colorado eine Schülerin und nimmt sich dann das Leben.

29. September 2006: Ein schwerbewaffneter Jugendlicher erschießt in Cazenovia im US-Bundesstaat Wisconsin den Leiter seiner ehemaligen Schule.

2. Oktober 2006: Ein 32-jähriger Familienvater stürmt im US-Bundesstaat Pennsylvania eine Schule der Religionsgemeinschaft der Amish und erschießt drei Mädchen, zwei weitere sterben später im Krankenhaus. Der Täter begeht im Anschluss Selbstmord.

20. November 2006: In Emsdetten in Nordrhein-Westfalen stürmt ein bewaffneter 18-Jähriger in seine ehemalige Schule und verletzt elf Kinder. Danach erschießt er sich.

16. April 2007: Beim bislang schlimmsten Amoklauf an einer Hochschule in den USA erschießt ein Mann an der Technischen Universität von Virginia insgesamt 32 Menschen, bevor er sich richtet.

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