Vor dem EU-Gipfel
Schäuble bekräftigt Nein zu Eurobonds

Vor dem Sondergipfel für Wachstumsimpulse in der EU hat Finanzminister Wolfgang Schäuble die Einführung von Eurobonds erneut abgelehnt. Gemeinsame europäische Anleihen gäben falsche Anreize für die Schuldenstaaten.
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HamburgKurz vor dem EU-Sondergipfel zu Wachstumsimpulsen im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) einer Einführung von Eurobonds erneut eine Absage erteilt. Gemeinsame europäische Anleihen gäben die falschen Anreize zur Lösung der Schuldenkrise, sagte Schäuble am Mittwoch im Sender NDR Info. Die Probleme in Europa könnten nur dann gelöst werden, wenn die hochverschuldeten Länder ihre Defizite reduzierten. Darüber hinaus seien Strukturreformen notwendig, um das Wirtschaftswachstum zu fördern.

Bei dem informellen EU-Gipfel am Mittwochabend will der französische Präsident François Hollande über die gemeinsamen europäischen Anleihen sprechen. Euro-Bonds sind vor allem zwischen Paris und Berlin stark umstritten. EU-Energiekommissar Günther Oettinger warnte die Bundesregierung jedoch vor einem strikten Nein. "Eurobonds sind eine Frage des Timings", sagte er dem "Handelsblatt". "Ich rate allen Beteiligten, sich nicht grundsätzlich dagegen zu positionieren", sagte der CDU-Politiker.

Im Mittelpunkt des EU-Sondertreffens stehen Wachstumsinitiativen im Kampf gegen die Schulden- und Wirtschaftskrise in Europa. Bei einem Abendessen soll insbesondere über die Forderungen von Hollande gesprochen werden, der die Sparpolitik um einen Wachstumsplan ergänzen will. Beschlüsse sollen am Mittwoch noch nicht fallen, sondern erst auf dem regulären EU-Gipfel Ende Juni.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wirklich sehr gut auf den Punkt gebracht, weil durch die offensive Haltung könnte man vergessen, was eigentlich Sache ist.

  • Was dieses Individuum sagt kann man getrost vergessen.

  • man sollte sich immer wieder klar machen,das weder
    Schäuble noch die CDU diese Misere zu verantworten haben.
    Das waren einzig rot/grün unter Gas Gerd gemeinsam mit Fischer,die auf Warnungen aus der CDU nicht hören wollten.
    Schäuble und Merkel baden nun die Folgen aus und müssen zusehen,das nicht ganz Europa mit runtergezogen wird.
    Das ist ein Balanceakt,wie ihn nie zuvor ein Finanzminister und je ein Kanzler aufgebürdet bekam.
    Da kann man sich über Merkel noch so hämisch abarbeiten,
    man sollte froh sein,das sie es ist,welche jetzt denkt und
    lenkt und Lösungen sucht.Wer hier mit der politisch keine Ahnung habenden zumeist unreifen Piratenpartei droht und meint die hätten ne Antwort,sollte besser nicht wählen gehen.

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