Vor dem Euro-Gipfel
Barroso setzt Merkel unter Druck

Der EU-Kommissionspräsident hat mit eindringlichen Worten eine Einigung auf dem Euro-Sondergipfel gefordert. Außerdem hat er eine Task-Force für Griechenland eingerichtet.
  • 10

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Euroländer in ungewöhnlich deutlicher Sprache aufgerufen, sich beim Sondergipfel auf eine neue Griechenland-Hilfen zu einigen. „Die Lage ist sehr ernst“, sagte Barroso am Mittwoch in Brüssel.

Barroso sagte die Situation erfordere eine Antwort, ansonsten seien die negativen Folgen über Europa hinaus spürbar, warnte Barroso. «Die Lage erfordert vollen Einsatz von allen auf dem Gipfel.» Barroso forderte von dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder am Donnerstag folgende Mindestbeschlüsse: Schritte zur Absicherung der Finanzlage Griechenlands, Klarheit über die Machbarkeit und die Höhe eines Beitrags des Privatsektors zu weiteren Griechenland-Hilfen sowie weitere Möglichkeiten für den Euro-Rettungsfonds zum Eingreifen in der Krise sowie Einigkeit über Maßnahmen zur Absicherung des Bankensektors.

Barroso kündigte an, sein Haus habe eine Task Force zu Griechenland eingerichtet. Sie soll Expertenhilfe für das Krisenland organisieren. Es geht auch um die schnellere Auszahlung von Mitteln aus milliardenschweren EU-Fördertöpfen. „Wir brauchen Wachstum für Griechenland“, sagte der Portugiese. Außerdem solle Griechenlands Wettbewerbsfähigkeit verbessert, Wachstum gefördert und Arbeitslosigkeit verringert werden, fügte Barroso hinzu.Die Arbeitsgruppe soll von dem Deutschen Horst Reichenbach geführt werden, dem Vizepräsidenten der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vor dem Euro-Gipfel: Barroso setzt Merkel unter Druck"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Barroso ist wohl verrückt geworden! Es gibt in Deutschland, Holland, Österreich und Finnland Parlamentsbeschlüsse für eine ZWINGENDE Gläubigerbeteiligung! Nennt sich Demokratie!

    Was faselt der verwirrte Typ aus EUdSSR-Brüssel von Machbarkeitsanalysen?

  • "Täuschen und Tarnen" das beliebte Werkzeug vieler Politiker mit linken Wurzeln. Machiavellismus in Reinkultur und gut erprobt durch Jahrhunderte mit den Rezepten zum Machterwerb und Machterhalt.

  • Das nannte man mal "Durchmarsch durch die Institutionen"

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%