Vor der Italien-Wahl: Monti sorgt mit Äußerungen über Merkel für Wirbel

Vor der Italien-Wahl
Monti sorgt mit Äußerungen über Merkel für Wirbel

Italiens Ministerpräsident Monti hat zurückgewiesen, dass Kanzlerin Merkel in Italien eine Linksregierung unterstütze. Seine Äußerungen sorgen nun für Aufregung.
  • 7

RomDer italienische Ministerpräsident Mario Monti hat mit der Einschätzung für Wirbel gesorgt, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wolle keinen Sieg der Linken bei den Parlamentswahlen. Er glaube, dass Merkel keinerlei Verlangen danach habe, die Demokratische Partei (PD) Pier Luigi Bersanis in Italien regieren zu sehen, sagte Monti am Mittwochabend in Rom in einem Diskussionsforum der Agentur Adnkronos.

Die Turiner Zeitung „La Stampa“ und andere italienische Blätter berichteten am Donnerstag, die Bundesregierung habe auf diesen Ausfall Montis gegen das Mitte-Links-Bündnis geantwortet, die Kanzlerin habe sich nie zu den italienischen Wahlen geäußert.

Monti sprach später zwar von einem Missverständnis, sagte dann aber dem Nachrichtensender SkyTg24: „Ich bezweifele, dass Frau Merkel wünscht, dass eine linke Partei in einem Jahr der Wahlen in Deutschland die Regierung in einem großen europäischen Land übernimmt.“ Er reagierte damit auf die kritisch gemeinte Äußerung des konservativen früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, eine Koalition der linken Partei Bersanis mit Montis Bündnis der Mitte hätte Merkels Segen.

Am Donnerstag ruderte Monti weiter zurück. „Ich weiß sehr gut, dass die Kanzlerin Merkel sich nicht in die italienischen Wahlen einmischt“, sagte er dem Sender „Corriere tv“. Er habe damit lediglich Berlusconis Aussagen zurückweisen wollen. „Weder ich noch Bersani brauchen den Segen von Frau Merkel“, sagte er.

Der parteilose Reformer Monti droht mit seinem Bündnis bei den am Sonntag beginnenden Parlamentswahlen zwischen der vereinigten Linken und dem Lager Berlusconis zerrieben zu werden. Montis Bündnis lag nach Umfragen zuletzt lediglich an vierter Stelle, also noch hinter der populistischen Protestbewegung „5 Sterne“ des Komikers Beppe Grillo.

Ein Sieg Berlusconis wäre sehr besorgniserregend, sagte Monti am Donnerstag. Auch der Erfolg Grillos beunruhige ihn. „Das Phänomen Grillo verdient unsere ganze Aufmerksamkeit.“ Die traditionellen Parteien seien zurecht beunruhigt über den Erfolg, den sie selbst mit verschuldet hätten.

Kommentare zu " Vor der Italien-Wahl: Monti sorgt mit Äußerungen über Merkel für Wirbel"

Alle Kommentare
  • Ich auch!

  • Das wunesche ich Euch wirklich und zwar mit allem Drum und Dran. Schliesslich fehlt in diesen Jahren wirklich auch die RAF, oder? Das war keine Polemik!

  • Ich will mein Deutschland von 1968 wiederhaben!!!!

  • Auch Merkel hat die Souveränität Italiens nicht anzutasten. Italien muss seinen eigenen Weg gehen, ohne deutsches Geld hinterher zu werfen. Deutschland geht selbst auf dem Schulden-Zahnfleisch, das alle kommenden Generationen belastet.


  • Zitat : Die Kanzlerin will sich nicht zu den Wahlen in Italien äußern.

    Sie hat sich bei den Wahlen in Frankreich auch nicht geäussert : schon ihre Existenz hat dafür gesorgt, dass das Linke Gesindel an die Macht kam !

    In Italien ist sie gegen eine Regierungsbeteiligung von Berlusconi : und genau dieser wird an der Regierung beteiligt !

    Wo Murksel ist, ist Untergang angesagt :

    ob in den Deutschen Bundesländern oder im Ausland !

    Sie Ruiniert nicht nur die Parteien, mit denen sie koaliert : sie ruiniert ALLES !

    Weil sie halt so beliebt ist !!!

  • Blos keinen Mafiosi, also einen MONTI, an die Macht. Dieses Goldman Sachs - Gesindel (Draghi) richtet schon genu Schaden an.

  • Was hat es denn Italien zu jucken was eine Murksel aus Deutschland gern sehen würde oder nicht?

Serviceangebote