Vor der Küste Omans
Piraten kapern deutschen Frachter

Piraten haben vor der Küste Omans den Frachter einer deutschen Reederei gekapert. Die Fregatte "Niedersachsen" wollte helfen, kam aber zu spät. Jetzt sind zehn Menschen in Gewalt der Piraten.
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DüsseldorfDie deutsche Fregatte "Niedersachen" hatte den Hilferuf gehört - aber als ihr Hubschrauber die „Susan K“ erreichte, war es schon zu spät. In den frühen Morgenstunden hatten mindestens zehn Piraten laut der EU-Marinemission NAVFOR das Frachtschiff der deutschen Reederei „Nimmrich & Prahm“ geentert und in ihre Gewalt gebracht.

Als der deutsche Hubschrauber den Frachter erreicht habe, so ein Sprecher der Marine zu Handelsblatt Online, sei die zehnköpfige Besatzung bereits als Geiseln genommen gewesen. Um das Leben der vier Ukrainer und sechs Philippiner nicht zu gefährden, sei der Einsatz abgebrochen worden. Zum Zeitpunkt des Notrufs war die „Niedersachsen“ rund 100 Seemeilen von dem Frachter entfernt.

Und dann ist die „Susan K“ auch noch nur rund 35 Seemeilen vor der Küste Omans entfernt aufgebracht worden. Der unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Frachter war auf dem Weg vom Sudan nach Mumbai in Indien. Die Reederei bestätigte den Angriff, wollte sich am Freitag aber zunächst nicht zu dem Vorfall äußern.

Dass Piraten vielleicht bald wieder erfolgreich zuschlagen würden, hatte sich in den vergangenen Tagen regelrecht angedeutet. Das Internationale Maritime Bureau (IMB) meldete seit Beginn des Monats einen Angriff nach dem nächsten im Golf von Aden oder vor der Küste Somalias. Erst am 5. April hatten Piraten offenbar versucht einen Tanker zu kapern. Nur einen Tag zuvor hatten Sicherheitskräfte an Bord eines Frachters einen Piratenangriff nur durch Warnschüsse in letzter Minute verhindern können.

Ende März hatten Piraten vor der Küste Somalias einen Öltanker mit Panzerfäusten angegriffen und gekapert. Das Schiff war auf dem Weg vom Sudan nach Singapur

gewesen. Das Schicksal der 29 Besatzungsmitglieder ist unklar.

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  • Für die Unterstützung zweifelhafter Revolutionäre in Libyen sind der internationalen Gemeinschaft alle militärischen Mittel recht - koste es was es wolle, Kolateralschäden inbegriffen. Aber mit der somalischen Piraterie ein für allemal Schluss zu machen, dazu reicht es nicht. Wessen Interessen vertreten diese Politiker eigentlich?

  • Die Flagge ist doch völlig uninteressant.
    An Bord dieses Schiffes befinden sich Menschen in Lebensgefahr.
    Leider wird das in vielen Fällen vergessen.
    Nahezu alle Staaten haben sich verpflichtet gegen Piraterie vorzugehen.
    Aus dem Engagement der einzelnen Staaten bei der Piraterie-Bekämpfung lässt sich gut ablesen, wie man es denn mit der Einhaltung völkerrechtlich bindender Verträge hält.

  • Die Reeder fordern. Aha.
    Punkt 1: Flagge von Antigua - bitte dort nach Soldaten fragen.
    Punkt 2: Sicherheitsteams an Board hat der Reeder zu bezahlen und nicht die Allgemeinheit. Wenn sich der eine oder andere Transport von Billigmüll aus Fernost nach hier dann nicht mehr rechnet - umso besser. Wir haben KEINERLEI Nachteile davon.

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