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Vor G20-Gipfel: USA sehen Transaktionssteuer skeptisch

Kurz vor dem Gipfel der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte in Cannes beginnt der Streit um die Belastung der Banken. Die USA kritisieren das europäische Modell. Eine Gebühr sei die bessere Variante.

US-Staatssekretärin Lael Brainard. Quelle: AFP
US-Staatssekretärin Lael Brainard. Quelle: AFP

WashingtonDie US-Regierung liege mit den Europäern zwar in dem Ziel auf einer Linie, dass die Finanzindustrie ihren „fairen Anteil“ an den Belastungen durch die Krise tragen und von riskanten Investments abgeschreckt werden müsse, sagte die Staatssekretärin im US-Finanzministerium, Lael Brainard.

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Aber man halte eine Bankengebühr auf die Verbindlichkeiten der größten Geldhäuser für die bessere Lösung, betonte sie kurz vor dem Gipfel der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte (G20) in Cannes. „Wir denken, dass dieser Ansatz besser funktioniert, statt den kleinen Investor zu belasten“, sagte sie. Eine Bankengebühr habe zudem den Vorteil, dass sie schwerer zu umgehen sei.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fordert derweil eine Führungrolle der EU für weltweite eine Einführung der Transaktionssteuer. Sollte beim anstehenden G20-Gipfel keine Lösung gefunden werden, müsse die EU alleine weiter vorpreschen, betonte Schäuble in einem Interview mit der „Financial Times (FT)“ (Montag).

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hatten zuvor in einem Brief an die G20-Staats- und Regierungschefs unter anderem ebenfalls die weltweite Einführung einer Finanztransaktionssteuer gefordert. Auf EU-Ebene liegt dazu ein Vorschlag vor. Ökonomen halten die Steuer nur dann für sinnvoll, wenn sie weltweit eingeführt wird.

  • 02.11.2011, 22:46 UhrAnonymer Benutzer: Mazi

    Es wäre leicht, in den Tenor einzustimmen, aber die obige Argumentation ist zukurz gedacht.

    Damit ich vorweg nicht falsch verstanden werde, auch ich halte die 25 %-Vorgabe von Ackermann für nicht richtig.

    Schauen Sie sich einmal die Zinsniveaus an. Dort werden 1, 2 bis 4 % als Zinssatz angeboten. Wer mehr haben will, muss ganz schöne Risiken in Kauf nehmen.

    Schauen Sie sich dagegen die Devisen- und Aktienmärkte an. Dort beträgt die Volatilität zwischen 10 und 30 %.

    Wenn jetzt jemand gute Kursgewinne erzielen will, dann bleibt ihm kaum eine andere Wahl, als sich in den volatilen Märkten (Devisen und Aktien) zu tummeln.

    Scheut er aber die volatilsten Anlagen und strebt zum Ende der Periode ein höheres Realvermögen als zu Anfang an, dann bleibt ihm zwangsläufig keine andere Wahl, als die Volumina und die Umschlagshäufigkeit zu erhöhen.

    Ergebnis:
    Eine höhere Verzinsung im Geld- und Rentenmarkt würde automatisch viele Geldanleger aus den hochspekulativen Märkten abziehen. Unter höheren Zinsen verstehe ich Zinssätze, die nach Abzug von Steuern das reale Kapital am Anfang einer Periode dem realen Kapital am Ende der Periode entspricht. Besser wäre natürlich, wenn ein realer Ertrag am Ende der Periode als Preis für den Konsumverzicht festgestellt würde.

    Solange die vorgenannte Bedingung nicht erfüllt ist -und das ist nunmehr schon seit geraumer Zeit so-, ist jede Altersvorsorge unsinnig. Dem Konsumverzicht in der Ansparphase steht kein entsprechender realer Konsum in der Auszahlungsphase gegenüber.

    Wenn hier also über die Topinsteuer oder Transaktionssteuer diskutiert wird, dann offensichtlich nicht um die Transaktionsvolumina und -geschwindigkeit zu drosseln sondern einzig und allein um weitere Steuern und Abgaben aus dem Volk zu pressen.

  • 02.11.2011, 22:25 UhrAnonymer Benutzer: Mazi

    Haben die Verantwortlichen sonst kein Problem?

    Die Topin- oder Transaktionssteuer ist nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver, eine Nebelkerze.

    Das zentrale Thema wäre vielmehr:
    Wie gehe ich mit Ganoven um?

  • 01.11.2011, 10:56 UhrAnonymer Benutzer: Profit

    @Stubi: So denkt der Laie. Die Invetition in Aktien lebt davon, daß Sekundärmärkte liquidide sind. Wenn ich nicht mehr sicher bin, daß ich die Aktien, die ich gestern gekauft habe, nicht mehr für einen akzeptablen Preis (mit geringen Spannen) verkaufen kann, lasse ich es gleich ganz. Die Außenfinanzierung mittels Beschaffung von Risikokapital wird für die Märkte einen gewaltigen Nachteil haben, die die Transaktionsssteuer (TAS) eingeführt haben. Denken Sie bitte auch an kleine Aktiengesellschaften und nicht nur an Daimler und Siemens und an Finanzinstitute, die Milliarden bewegen. Wenn gesagt wird, der Betrag ist doch so klein, ja dann hat die TAS keine Lenkungswirkung und auch kein Steuereinnahmepotential. Dann kann man es auch gleich ganz lassen. Macht man sie zu hoch, beeinträchtigt man den Kapitalmarkt. Nach Meinung der "Linken" sollte man ihn gleich ganz zerstören, mit der Wirkung "DDR"! Die USA und UK werden diesen Unsinn nicht mitmachen und weiteres Geschäft wird damit aus Deutschland auswandern, und Deutschland wird noch mehr von anglo-amerikanischen Finanzgesellschaften beherrscht werden. Die TAS-Diskussion ist nicht von Fachwissen getragen und einfach nur als dämlich zu bezeichnen. Typisch Deutsche Politik.

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