Vor Gouverneurswahl
Anschlagsserie auf Polizisten in Mexiko

In Mexiko hat es eine Reihe von Anschläge auf Polizeistationen gegeben. Mehrere Menschen wurden getötet.

HB BERLIN. Bei einer Serie blutiger Angriffe auf Polizisten sind in der mexikanischen Stadt Acapulco vier Menschen getötet worden. Drei Sicherheitskräfte und ein 15-jähriger Junge wurden am Samstag aus fahrenden Autos heraus erschossen, bei einem Granatenangriff auf eine Kaserne wurde ein Taxifahrer verletzt. Wer die Täter waren, war zunächst unklar.

Gegen 8.30 Uhr Ortszeit sei eine Gruppe in einem weißen Sedan an einer kleinen Polizeiwache nahe dem Flughafen vorbeigefahren und habe das Feuer eröffnet, sagte eine Polizeisprecherin. Einer der Bewaffneten sei aus dem Auto gesprungen und habe einen neben der Wache sitzenden Polizisten erschossen. Eine Kugel traf einen 15-Jährigen, der an einem nahe gelegenen öffentlichen Telefon stand.

Etwa zur gleichen Zeit wurden in der Innenstadt von Acapulco zwei weitere Polizisten aus einem fahrenden Auto heraus erschossen. Der dritte Angriff erfolgte in der südöstlich von Acapulco gelegenen Kleinstadt Puerto Marquez an der Pazifikküste. Dort wurde eine Polizeikaserne mit einer Granate beworfen, ein Taxifahrer musste mit Splitterwunden ins Krankenhaus gebracht werden.

In den späten 90er Jahren hatte eine Gruppe namens Revolutionäre Volksarmee eine ganze Reihe von Polizei- und Militärposten angegriffen. Zuletzt war es um die Gruppe aber still geworden. Acapulco und Puerto Marquez gehören zu dem mexikanischen Staat Guerrero, wo am Sonntag die Gouverneurswahl stattfindet. Auch in den Staaten Baja California Sur und Quintana Roo wird gewählt.

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