Vor Machtübernahme spitzt sich Stimmung zu
Irak will Extremistengruppen zerschlagen

Extremistische Moslemgruppen und militante Anhänger des Ex-Präsidenten Saddam Hussein sollen zerschlagen werden - das hat der hat Ministerpräsident Ijad Allawi nach der Gewalteskalation im Irak angekündigt. Indes zeigte sich US-Außenminister Powell optimistisch, dass mit der Machtübergabe auch das Verhältnis der Bevölkerung zu den Rebellen kritischer werde.

HB BAGDAD. „Wir werden sie stellen, wir werden sie besiegen und wir werden sie zerschlagen“, sagte Allawi. Etwa 100 Menschen wurden bei den Anschlägen und Kämpfen am Donnerstag in Mossul, Bagdad, Bakuba, Ramadi und Falludscha getötet. Allawi sagte, vor der Machtübergabe an die irakische Regierung am Mittwoch sei mit einer Zunahme der Gewalt zu rechnen gewesen. US-Außenminister Colin Powell äußerte sich am Freitag aber optimistisch, dass mit der Machtübergabe sich auch das Verhältnis der Bevölkerung zu den Rebellen kritischer werde. Eine Verhängung des Kriegsrechts im Irak würde seinen Worten zufolge die Lage im Irak eher komplizierter machen.

Zu den Angriffen am Donnerstag bekannte sich eine Gruppe um den El-Kaida-Extremisten Abu Musab Sarkaui. Sie richteten sich vor allem gegen Polizeistationen und Iraker, die mit den Besatzungsmächten zusammenarbeiten. Nach Allawis Worten haben sich aber auch militante Anhänger des früheren Regimes an den Gewaltakten beteiligt. Allawis Sicherheitsberater Mowaffak el Rubaie sagte, es gebe zahlreiche Informationen über die Extremisten um Sarkaui. „Wir werden einen Präventivschlag gegen diese Leute führen“, sagte Rubaie dem US-Fernsehsender ABC. „Wir werden nicht warten, bis sie nach Bagdad kommen und unsere Zivilbevölkerung massakrieren“, fügte er hinzu.

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