Vor Merkel-Besuch
Autobombe explodiert nahe griechischer Zentralbank

Im Zentrum Athens nahe der griechischen Zentralbank hat es eine schwere Explosion gegeben. Verletzt wurde niemand. Zuvor hatten Anrufer vor der Explosion gewarnt. Morgen reist Kanzlerin Merkel nach Griechenland.
  • 4

AthenEinen Tag vor dem Griechenlandbesuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Autobombe in Athen schweren Sachschaden angerichtet. Niemand sei verletzt worden, sagte ein Polizeioffizier der Nachrichtenagentur dpa. Wie auf Fernsehbildern zu sehen war, wurde das Auto bei der Explosion am Donnerstagmorgen völlig zerstört. Von dem Fahrzeugwrack waren nur Teile des Motors und ein Rad erkennbar. Erhebliche Schäden entstanden an den Fassaden der umliegenden Gebäude.

Zwei Unbekannte hatten mit Anrufen bei einer griechischen Zeitung und einem Nachrichtenportal vor der Explosion gewarnt. „Wir werden den Terroristen nicht erlauben, ihre Ziele zu erreichen“, sagte Regierungssprecher Simos Kedikoglou im griechischen Fernsehen.

Wem der Anschlag galt, blieb zunächst unklar. Rund um den Tatort in der Athener Innenstadt sind mehrere kleinere Banken, Büros von Juristen, Journalisten und der ständigen Vertretung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Einen Block weiter liegen die Büros der griechischen Zentralbank.

Die Polizei vermutet, dass eine der zahlreichen linksgerichteten Untergrundorganisationen hinter dem Anschlag stecke. Zunächst übernahm niemand die Verantwortung. Merkel will die griechische Regierung bei ihrem Besuch in ihrem Sparkurs bestärken. Am Mittwoch hatte Griechenland die Rückkehr an die Kapitalmärkte angekündigt, während Tausende gegen die harte Sparpolitik die Arbeit niederlegten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vor Merkel-Besuch: Autobombe explodiert nahe griechischer Zentralbank"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Athen. Einen Tag vor dem Griechenlandbesuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Autobombe in Athen schweren Sachschaden angerichtet. (Zitat)

    Aus Versehen las ich zu schnell anstelle Autobombe Atombombe. Aber es war nicht ganz so schlimm,denn
    Merkel will die griechische Regierung nur bei ihrem Besuch in ihrem Sparkurs bestärken. Am Mittwoch hatte Griechenland also erstmal die Rückkehr an die Kapitalmärkte angekündigt, während Tausende gegen die harte Sparpolitik die Arbeit niederlegten.(Zitat)
    Na- wenn Fr.Merkel keine Koffer voll mit Geld wie Eulen nach Griechenland bringt, das kann man ja noch verstehen. Der deutsche Wähler wird sich allerdings zwar fragen, warum sie ausgerechnet immer noch den Sparkurs in Griechenland zu bestärken gedenkt? Etwas ist man da irritiert, denn bei einem Merkel- Sparkurs wird der Grieche scheinbar nervös und klebt dann eventuell wieder Plakate mit falschem Hemd auf der Strasse irgendwo an. Na ja- sie wird es schon wissen - warum jetzt gerade Griechenland?

  • Nach meiner Überzeugung war das nur ein Testballon. Die eigentliche Greece-Pyro-Show wird erst morgen aufgeführt.
    Vielleicht werden in Athen dann beige Hosenanzüge regnen.


  • Mobsterkämpfe oder Samarasinszenierung.

    Merkel bleibt sicherlich beeindruckt und ängstigt sich um griechische tapfre Politikgangster.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%