Vor Merkel-Besuch
US-Präsident Obama fordert mehr deutsches Engagement in Libyen

US-Präsident Obama ehrt Kanzlerin Merkel in dieser Woche mit der Freiheitsmedaille - vorab jedoch macht er klar, dass ihm Deutschlands Außenpolitik zu bieder ist. Vor allem in Nordafrika wünscht er sich mehr Einsatz.
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Washington/BerlinUS-Präsident Barack Obama wird Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Washington einem Zeitungsbericht zufolge um ein stärkeres Engagement in der arabischen Welt bitten. „Ich freue mich auf die Diskussion mit der Kanzlerin, wie wir gemeinsam noch mehr tun können, um effektiver auf die Veränderungen in der Region zu reagieren, inklusive Libyen“, kündigte Obama im Interview des Berliner „Tagesspiegels“ laut Vorabmeldung an.

Obama lobte Deutschland dem Blatt zufolge dafür, dass es den Nato-Einsatz gegen Staatschef Muammar Gaddafi indirekt militärisch unterstützt. Die Menschen in Libyen, Ägypten und anderen Staaten Nordafrikas verdienten die entschlossene Hilfe Deutschlands und Amerikas. Er wisse zwar, dass der Nahe Osten und Nordafrika vor vielen Herausforderungen stünden. „Solche Übergänge sind nicht einfach und brauchen ihre Zeit.“ Das sei aber kein Grund zur Zurückhaltung, betonte Obama dem Blatt zufolge.

Die Nato bombardiert seit Monaten Ziele in Libyen, um nach eigener Darstellung die Zivilbevölkerung des Landes zu schützen. Deutschland stellt dafür keine Flugzeuge zur Verfügung und enthielt sich bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine entsprechende Resolution. Hintergrund sind die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Die libysche Führung bestreitet, dabei Zivilisten anzugreifen.

Der Besuch Merkels in den USA ist für Montag bis Mittwoch angesetzt. Dabei wird sie von Außenminister Guido Westerwelle, Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Innenminister Hans-Peter Friedrich und Wirtschaftsminister Philipp Rösler begleitet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vor Merkel-Besuch : US-Präsident Obama fordert mehr deutsches Engagement in Libyen"

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  • Und hoffentlich wird sich Deutschland weiterhin aus diesem und anderen Kriegen raus halten. Welcher Krieg seit der Gründung der BRD war ein Erfolg?

  • Rheinschiffer,
    halte dich nicht mit geschichtlich belanglosen Zuständen in welchen Weltregionen auch immer auf. Ich hätte mit der Wiedereinführung all deiner aufgezählten Dingen keine Probleme, solange, solange die Schussrate pro Zeiteinheit auf ihren Linienschiffen auch steigt. Hoffentlich irgendwann einmal schneller steigt wie eure. Ab dann hätten wir wieder da angeknüpft, wo wir den Faden verloren hatten.

  • Die Türken sind auch nicht mehr das,was die Osmanen einst waren.Ich schlage vor,dass zunächst zur Erstarkung die Türkei durch ein anständiges Kalifat ersetzt wird. Weiterhin sollte das lateinische Alphabet abgeschafft und eine anständige Kopfbedeckung wie z.B.der Fes erneut eingeführt werden.Dann sehen wir weiter.

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