Vor Putins Grundsatzrede Obama kritisiert Russlands Präsidenten

Kremlchef Putin hält am Donnerstag seine traditionelle Rede an die Nation. Ansprechen dürfte er neben der Wirtschaftskrise auch den Ukraine-Konflikt. Sein US-Kollege Obama gibt ihm deutliche Worte mit auf den Weg.
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Zwischen Obama und Putin herrscht ein angespanntes Verhältnis: Der US-Präsident kritisiert die Politik des Kremlchefs. Quelle: AFP

Zwischen Obama und Putin herrscht ein angespanntes Verhältnis: Der US-Präsident kritisiert die Politik des Kremlchefs.

(Foto: AFP)

WashingtonKurz vor einer Grundsatzrede von Kremlchef Wladimir Putin hat US-Präsident Barack Obama dessen Politik als „nationalistisch und rückwärtsgewandt“ gescholten. Die Eskalation der Ukraine-Krise habe Putin seinem Eindruck nach überrascht, sagte Obama am Mittwoch vor Wirtschaftsvertretern in Washington. Seitdem improvisiere er mit einer Politik, die Russlands Nachbarn verängstige und der Wirtschaft enorm schade. Von seinem Kurs werde Putin erst abrücken, wenn der Wirtschaftsabschwung dies erzwinge, sagte Obama.

Putin hält am Donnerstag (10.00 Uhr MEZ) seine jährliche Rede zur Lage der Nation. Es wird erwartet, dass der Kremlchef in der etwa einstündigen Ansprache Stellung nimmt zum Konflikt zwischen Russland und dem Westen sowie zum Bürgerkrieg in der benachbarten Ukraine. Zudem dürfte sich der Präsident auch zur schweren Wirtschaftskrise seines Landes äußern, die durch Sanktionen des Westens und den niedrigen Ölpreis ausgelöst wurde.

Ende 2013 hatte die damalige ukrainische Führung ihren EU-Kurs auf Eis gelegt und sich stärker Russland zugewandt. Dies löste in Kiew massive Proteste mit Dutzenden Toten aus, die zu einem Machtwechsel führten. Infolge der Ereignisse annektierte Russland trotz internationaler Kritik und Protests Kiews die Halbinsel Krim. In der Ostukraine begann ein Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten mit Tausenden Toten. Die Nato wirft Russland in der Ukraine-Krise „aggressives Verhalten“ vor. Russland weist eine Beteiligung an dem Konflikt zurück.

Die Regierung in Moskau warf der Nato am Mittwochabend ihrerseits einen Konfrontationskurs vor. Die Allianz sei nicht zu einer gleichberechtigten Zusammenarbeit mit Russland bereit, um auf Bedrohungen im euroatlantischen Raum zu reagieren, kritisierte das Außenministerium.

Mögliche Gespräche zur Entschärfung des Konflikts
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  • Hier mal nur ein Teil der Auflistung der Kriege der USA seit 1945, mit insgesamt mindestens 40 Millionen Toten, welche teilweise auch durch die NATO nach Ihrer Gründung unterstützt wurden:
    1946 Bolivien 1947 Griechenland ab 1948 Israel 1950-53 Korea 1953 Iran 1954 Guatemala
    1956 Ägypten 1957-86 Haiti 1958 Libanon 1958 China/Taiwan 1959-64 Kuba 1960-70 Laos
    1963-65 Dominik. Republik 1964-75 Vietnam 1964 Brasilien 1964-82 Bolivien
    1965 Indonesien 1965-70 Kambodscha 1970 Jordanien 1971 Bangladesch 1973 Chile
    1975 Peru 1975 Osttimor 1976 Angola 1976 Argentinien 1979-96 El Salvador
    ab 1981 Nicaragua 1982 Argentinien 1983 Libanon 1983 Grenada 1980 Iran 1981 Panama
    ab 1981 Afghanistan 1982-83 Irak 1986 Libyen 1988 Iran 1989 Panama ab 1990 Kolumbien
    1990-91 Kuwait 1992 Somalia 1992 Jugoslawien 1993 Irak 1994 Haiti 1998 Sudan
    2001 Afghanistan 2002 Venezuela 2003 Irak 2004 Haiti 2005-06 Somalia 2009 Taliban in Pakistan
    2011 Libyen 2012 Syrien (damals wegen Russland mißglückt)
    2014 Ukraine (bis jetzt auch nicht gerade geglückt, aber zum Bürgerkrieg finanziert durch US und EU)
    2014 Syrien unter Deckmantel der Bekämpfung der IS, welche ursprünglich als IS-Milizen von der USA finanziert wurden 

  • Wenn man all diese Lügen des Westens und die Attacken auf Russland ansieht, wenn man weiß, dass Europa von den USA zu diesen selbstschädigenden Sanktionen gegen Russland gezwungen wurde kommt ein Verdacht auf.
    -
    Wenn die Europäischen Politiker ihren eigenen Völkern so etwas zumuten müssen sie ERPRESSBAR SEIN !!
    -
    Sicher hat die USA genug Material in Händen, auch aus der Privatsphäre um solche ERPRESSUNGEN durchführen zu können (NSA-Affaire, Strauss-Kahn, usw.).
    Die bedeutet, dass ganze Völker unter den anzunehmenden Verfehlungen ihrer Politker leiden müssen, aber auch, dass es Zeit ist, dass diese Politiker ALLE ZURÜCKTRETEN MÜSSEN um ihre Völker wieder frei zu machen !!

  • SEHR RICHTIG !!!!!

  • OBAMA ist vieles, vor allem ein Versager, Vernichter und Wahrheitsverdreher !!!!

    Er ist die Fehlbesetzung einer Marionette des militärisch-industriellen Komplexes und der Wall-Street der USA.

    Obama hat nicht einmal RESPEKT vor Verwundeten seiner eigenen Streitkräfte, die SEINEN Befehl ausgeführt haben und teils schwer verwundet wurden..

    Was OBAMA hier erneut macht, ist ZÜNDELN.

    Und das auf Kosten der RUSSEN, der Ukrainer, der EU und des deutschen STEUERZAHLERS.

  • Vor Putins Grundsatzrede Obama kritisiert Russlands Präsidenten.

    Ich bin der festen Überzeugung, der US-Präsident hat Millionen von Menschen auf der ganzen Welt enttäuscht.
    Er sollt sich um sein Land kümmern mit ihren ganzen Rassenproblemen, Finanz und Wirtschaftsproblemen, bevor weiterhin den Welt Scheriff mimt.
    Aus neue Kriege an zu zetteln können die USA zurzeit nichts.
    Alternativlos.

  • Sollte es nicht in unser ALLER Interesse sein, dass verbal abgerüstet wird? Und mal ehrlich, wenn ausgerechnet Obama einem anderen Politiker "nationalismus" vorwirft ist doch nun wirklich ein Witz! Die USA ist wohlmöglich das nationalistischte Land der Welt. Und wenn ich sehe, welchen Einfluss die Waffenlobby in den USA ausübt, dann frage ich mich, welche der beiden Länder nun mehr "rückwärtsgewandt" ist.

    In America scheint sich der wilde Westen wieder zu etablierern, mit einer Todesrate von 30.000 Menschen pro Jahr durch Schusswaffen. Was soll man dann davon halten, wenn ausgerechnet die USA nun mit solchen Vorwürfen auffährt.

    Und by the Way: Unter Putin hat sich Russland wie unter keinem Präsidenten vorher positiv entwickelt! Das BIP ist gestiegen, die Löhne sind gestiegen und die Staatsverschuldung war/ist auf Tiefststand.

    Man kann durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Westen alles will, abert keine Wirtschaftsmacht Russland! Und um dem entgegenzuwirken ist man sich offensichtlich zu nix zu schade.

    Selbstverständlich gibt es genug Dinge in Russland, die nicht in Ordnung sind. Aber dem Land vorzuwerfen sich nach dem kalten Krieg nicht positiv entwickelt zu haben ist Unsinn.

    Die Amerikaner sehen ganz eindeutig durch das Zweck-Bündnis Russland-China eine wirtschaftliche Bedrohung und fürchten ihr Monopol zu verlieren. Und somit wird die weltweite Angst vor dem unberechenbaren Russland geschürt!

  • Die Kriege der USA - SO MORALISCH SIND DIE USA
    -
    Der neoliberale Kriegsgewinnler aber rechnet anders, da geht es nicht um den menschlichen Schaden, da geht es nicht um den Verlust eines Menschen:
    Kosten Afghanistan + Irak …………………………..…3.000.000.000.000
    Umsatz/Mitarbeiter in Rüstungsfirma…………….…200.000 USD/Jahr
    Tote insgesamt Afghanistan + Irak …………………1.000.000 ( kommt nicht so genau drauf an )
    3.000.000.000.000/200.000/1.000.000 =15 in Worten:
    Jeder Tote in dem Afghanistan- und Irakkrieg hat 15 Arbeitsplätze gebracht.

  • US-Militäreinsätze und Kriege nach dem Zweiten Weltkrieg
    Eine Chronologie

    Aus Anlass des Krieges gegen Afghanistan veröffentlichte die Wochenzeitung "Freitag" am 19. Oktober 2001 eine Chronik der Militärinterventionen der USA nach dem Zweiten Weltkrieg. Vieles hatte man tatsächlich schon vergessen. Die Liste spricht für sich.

    Dabei wurden geschätzte 40 Millionen Menschen getötet, ohne die Soldaten und Zivilisten, die an SPÄTFOLGEN verstarben !!!!

    Und da spricht man im Westen von den GEFÄHRLICHEN RUSSEN....lächerlich !!! Die Gefahr geht alleine von den USA, Israel und der NATO aus, sie sind die Kriegtreiber dieser Welt

    Nachlesen in: Aus: Freitag, Nr. 43, 19. Oktober 2001

  • Schwacher Petro-Dollar stoppt Shopping-Tour der Öl-Scheichs
    -
    Die Big Spender sind klamm: Seit Juni ist der Öl-Preis um 40 Prozent gesunken. Im gleichen Zeitraum verloren die OPEC-Staaten Einnahmen in der Höhe von von 316 Milliarden US-Dollar. Das Geld fehlt nun im globalen Kreislauf. In den Boom-Zeiten des Öls waren reiche Magnaten bei Luxusmarken LVMH, Harrods oder dem Fußball-Verein Paris St. Germain eingestiegen. Solche Investitionen dürfte es auf absehbare Zeit nicht mehr geben.
    -
    Die Petro Dollars flossen in US Staatsanleihen. Nun nicht mehr. Das schadet der USA aber erheblich. Meine Hoffnung wird größer das sich EU und USA am „Brocken“ Russland verschlucken. Wenn jetzt noch der Chinese keine US-Staatsanleihen von seinen Dollarreserven kauft und stattdessen mit den Dollars Gold nachfragt, wäre die USA erledigt. Her Putin reden sie doch mal mit den chinesischen Freunden. Schach Matt in zwei Zügen. Der europäische Bürger würde sich bei Ihnen bedanken.

  • Friedensnobelpreisträger prahlt gegenüber Beratern
    Obama: „Ich bin echt gut darin, Menschen zu töten“
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    Es sind Zahlen des Schreckens: Bis zu 3600 Menschen hat der US-Geheimdienst CIA mit unbemannten Flugangriffen in den vergangenen neun Jahren getötet. 326 Drohnenangriffe genehmigte US-Präsident Obama höchstpersönlich. Eine neue Biografie legt nun nahe: Der Friedensnobelpreisträger ist sichtlich stolz auf seine todbringenden Befehle.
    http://www.focus.de/politik/ausland/usa/us-praesident-stolz-auf-drohnen-angriffe-barack-obama-ich-bin-echt-gut-darin-menschen-zu-toeten_aid_1147688.html
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    Ich glaube kaum, dass ein solcger Präsident das Recht und die Moral hat andere zu belehren....im Gegenteil er ist ein Fall für den Internationalen Gerichtshof.
    Nur...die Amis erkennen diesen Gerichtshof nicht an....AUS GUTEN GRUND !!!

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