Vor Schließung
Feldlager in Kundus wird ausgebaut

Das Feldlager in Kundus soll voraussichtlich Ende 2013 aufgegeben werden. Trotzdem will die Bundeswehr davor noch erhebliche Summen in das Camp investieren und sogar erweitern, so ein Medienberichtet.
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BerlinTrotz der geplanten Schließung des Feldlagers im nordafghanischen Kundus 2013 will die Bundeswehr noch etliche Millionen Euro in das Camp investieren. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sind Infrastruktur-Maßnahmen in Höhe von fast 20 Millionen Euro bereits beschlossen. Alleine der Bau von sechs neuen Unterkünften durch die staatliche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) soll 8,18 Millionen Euro kosten. Ein viertes Stabsgebäude, das ebenfalls die GIZ errichten soll, schlägt mit 2,5 Millionen Euro zu Buche. In die Erweiterung des Rettungszentrums sollen 1,27 Millionen Euro fließen.

Deutschland plant nach Informationen der dpa im Rahmen des Abzugs aus Afghanistan, das zivil-militärische Wiederaufbauteam (PRT) in der Unruheprovinz Kundus Ende 2013 aufzugeben. Über eine weitere Verwendung wird derzeit mit den Afghanen beraten. Bis 2014 sollen die afghanische Armee und Polizei im ganzen Land die Verantwortung für die Sicherheit von den internationalen Truppen übernehmen.

Vor der Schließung soll die Fläche des Feldlagers zudem weiter ausgedehnt werden. Zu den ebenfalls bereits beschlossenen „Baumaßnahmen Nordwesterweiterung“ zählt etwa die Eingrenzung für 1,1 Millionen Euro. Teils größere Summen sollen unter anderem in den Neubau der Feuerwache, in Sicherungsanlagen, in ein Wasserflaschenlager und in die „Neugestaltung“ des Haupttores des Camps investiert werden. Neben diesen Baumaßnahmen sind weitere Investitionen in das Feldlager grundsätzlich beschlossen, die genaue Umsetzung muss aber noch geprüft werden. In diese Kategorie fällt etwa die Erweiterung des Fernmeldezentrums für 966.000 Euro.

Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan hat nach jüngsten Angaben der Bundesregierung in den vergangenen zehn Jahren 6,1 Milliarden Euro gekostet. Für Wiederaufbau und Entwicklung des Landes stellte Deutschland weitere 1,7 Milliarden Euro bereit.

Die Bundeswehr hat bereits mit dem Abzug aus Afghanistan begonnen. Die zulässige Truppenstärke sank zu Monatsbeginn erstmals von 5.350 auf 4.900 Soldaten. Bis Januar 2013 soll die Obergrenze um weitere 500 Soldaten verringert werden.

Derzeit sind im Rahmen der Afghanistan-Schutztruppe Isaf nach Angaben der Bundeswehr rund 4.800 Soldaten am Hindukusch im Einsatz. 2014 sollen die meisten ausländischen Soldaten abziehen. Verbleibende Truppen sollen allerdings weiterhin die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte unterstützen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "In die Erweiterung des Rettungszentrums sollen 1,27 Millionen Euro fließen."

    Mit solch einem Satz tragen Sie dazu bei, die Leser zu verdummen, denn das Geld wird auf die Konten der Kriegsgewinnler überwiesen. Da fließt nichts, schon gar nicht in das Zentrum.

  • Tja...Warum wird weiter investiert???
    Genau, weil das Märchen vom Abzug eben eine Polit Strategie ist um die Heimatfront hier zu beruhigen.Die NATO (USA) werden Afghanistan nie und nimmer aufgeben!!!
    Die Nähe zum Iran,Pakistan,China sind/werden in naher Zukunft eine Schlüsselrolle einnehmen.Und die BW mitten drin ohne richtig zu wissen für was !!!
    Deutschland hat es nicht geschafft aus dem Schatten der Vergangenheit zu treten und seine Außenpolitischen Ziele zu definieren. Es wird Zeit das dieser Blödsinn ein Ende nimmt, oder Deutschland versteht wozu Militär auch noch zu gebrauchen ist!! Zur Durchsetzung Nationaler Wirtschaftlicher Interessen. Wir sollten uns ein dickes Stück vom Kuchen in Afghanistan abschneiden, schließlich haben wir genug gezahlt und unsere Soldaten genug geleistet. Aber die Bodenschätze werden andere Fördern...Armes Deutschland.Zu viel Gutmenschen!!!

  • Was soll den so ein Blödsinn?
    Haben wir zu viel Geld um es mal eben wieder irgendwohin zu schmeißen?
    Wer so etws genehmigt, gehört vor Gericht

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