Vor Syrienkonferenz
Russland und USA einigen sich nicht in Syrien-Frage, haben aber „Hoffnung“

US-Außenministerin Clinton und ihr russischer Amtskollege Lawrow kamen ohne Lösungsansätze aus einer dreistündigen Sitzung. Russland sei „eisenhart“ geblieben. Dennoch gebe es „gute Chancen“ auf eine Lösung in Genf.
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Vor der mit Spannung erwarteten Syrienkonferenz in Genf hofft Russland auf einen gemeinsamen Ansatz der internationalen Gemeinschaft zur Lösung des blutigen Konflikts. Es gebe eine „gute Chance“, dass sich die Teilnehmer auf einen gemeinsamen Nenner einigten, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Freitagabend einem dreistündigen Treffen mit seiner US-Amtskollegin Hillary Clinton in St. Petersburg. „Aber ich sage nicht, dass wir in jedem Punkt übereinstimmen werden“, fügte der russische Außenminister hinzu.

Die UN-Beobachtermission solle fortgesetzt und nach Möglichkeit ausgeweitet werden, forderte der Minister. Als erster Schritt müssten Regierungstruppen und Rebellen sich gleichzeitig aus allen Städten zurückziehen. „Die Aufgabe aller Akteure muss darauf gerichtet sein, die Syrer an den Verhandlungstisch zu bekommen.“

Lawrow warnte davor, den Ausgang eines Machtübergangs in Syrien vorherzusagen. „Das wäre kontraproduktiv“, sagte der Minister. Russland hatte sich wiederholt gegen einen Rücktritt des umstrittenen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ausgesprochen. Die Syrer müssten selbst über das Schicksal ihres Landes entscheiden.

In Genf hatte es am Freitag bei Verhandlungen vor der Syrienkonferenz auf Botschafterebene keine Bewegung gegeben. „Russland hielt in stundenlangen Gesprächsrunden eisenhart an Syriens Machthaber Assad fest“, sagte ein hoher europäischer Diplomat.

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  • Wenn sich die Kriegshetzerin Clinton einbildet nach den Erfahrungen mit den NATO-Befreiungsbombardierungen mit anschließender Herrschaft des Mobs in Libyen noch einmal eine UNO-Resolution zu kriegen, dann hat sie sich geschnitten.

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