Vorbehalte Chinas und Russlands
Japan verzichtet auf bindende Uno-Verurteilung Nordkoreas

Die anhaltenden Vorbehalte Chinas und Russlands zeigen Wirkung: Japan will auf eine bindende Uno-Resolution verzichten, mit der Nordkorea für seinen Raketenstart bestraft werden sollte.

HB TOKIO. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete am Samstag, die Regierung in Tokio wolle sich nun mit einer in der Wirkung schwächeren Erklärung zufrieden geben, welche die USA im Laufe des Tages im Uno-Sicherheitsrats verteilen wollten. Damit wollten die USA den Stillstand zwischen Japan sowie den Vetomächten Russland und China beenden. Gleichwohl bekräftigte Außenminister Hirofumi Nakasone im Gespräch mit seinem chinesischen Kollegen Yang Jiechi, dass seine Regierung eine Uno-Resolution für wünschenswert hält.

Nordkorea hatte am vorigen Sonntag eine Rakete gestartet und erklärt, damit einen Satelliten ins All geschossen zu haben. Die USA und Japan sehen darin jedoch einen von den Vereinten Nationen (UN) verbotenen Raketentest und sinnen auf Bestrafung. Russland und China teilen diese Auffassung nicht, so dass die Bemühungen des Sicherheitsrats um eine gemeinsame Reaktion bislang ins Leere liefen.

Japan hatte als Konsequenz aus dem Raketenstart am Freitag bereits bestehende Sanktionen um ein Jahr verlängert.

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