Vorschlag von Institut

Rettungsschirm soll Hellas-Schulden übernehmen

Am Mittwoch stimmt der Bundestag über das dritte Grichenland-Paket ab. Über Schuldenerleichterungen wird erst später entschieden. Ein Institut schlägt vor, die Hellas-Schulden auf den Euro-Rettungsschirm zu übertragen.
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„Steuerlich ist Griechenland nicht auf dem richtigen Weg!“

BerlinDas arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft sieht Chancen, die griechischen Staatsschulden von 300 Milliarden Euro langfristig für das Land tragfähig zu gestalten. In einer am Dienstag veröffentlichten IW-Studie schlugen die Forscher vor, die Schulden weitgehend auf den Euro-Rettungsschirm ESM zu übertragen, die Rückzahlung um 20 Jahre zu verschieben und Zinsen weiter zu stunden. Zusammen mit einer Sanierung des Staatshaushaltes und Reformen könnte damit die Schuldenquote von 200 Prozent auf rund 100 Prozent im Jahr 2040 gesenkt werden, schlug das Institut vor. Dann wäre die Rückkehr zum Kapitalmarkt zu bezahlbaren Bedingungen möglich.

Eine Übernahme griechischer Schulden durch den ESM würde die Möglichkeit eröffnen, die Kreditbedingungen flexibler zu gestalten. So könnte der ESM für länger laufenden Staatsanleihen Griechenland Kredite geben, damit das Land diese vorzeitig zurückkauft. Auch Darlehen, die ein anderer Staat Griechenland gewährt hat, könnten auf den ESM überführt werden, um damit leichter an Zinsen, Laufzeiten und tilgungsfreien Zeiten drehen zu können.

Der Bundestag stimmt am Mittwoch über das dritte Griechenland-Hilfspaket ab. Über Schuldenerleichterungen wird allerdings erst später entschieden.

  • rtr
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