Staatspleite, Bankinsolvenz, Interessenkonflikte: Der Bundesfinanzminister legt Lösungsvorschläge für drängende Krisenthemen der Euro-Zone vor – darüber hinaus stellt Schäuble aber auch Bedingungen.

Kommentare

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  • Wenn aber EU Staaten pleitegehen können. Dann müssen aber auch alle Gewinne, die durch das nieder konkurrieren anderer Länder im Euroraum, Prozentual verteilt werden?

    Oder die Zinsgewinne welche für Deutschland alleine schon einige Hundert Milliarden zu Lasten der kleinen Länder erbracht haben? Es kann dann auch nicht sein, dass Defizite bestraft, und zu hohe Überschüsse ohne Folgen bleiben.

    Es war doch vorauszusehen, dass kleine Länder im Euroraum gegenüber größeren Länder im Euroraum keine Chance haben (sollten), sich gegen Preis und Lohndumping zu wehren?

    Wenn dann die Länder Pleite gegangen sind, haben die Verursacher ein leichtes Spiel. Wie man alleine an dem kleinen Land Griechenland, Portugal oder Zypern sehr gut erkennen kann. Das war wohl auch immer so, aus deutscher Sicht beabsichtigt?

    Denn die meisten Länder, hatten vor der Finanzkrise, (in erster Linie durch die Deregulierung der Finanzmärkte verursacht), weniger Schulden als Deutschland.

    Aber mittlerweile sollten die kleinen Länder in der EU begriffen haben: "Wer mit dem Teufel speisen will, braucht einen langen Löffel.

  • Wie entstehen Zinsen? Eines der Probleme ist, dass durch die Deregulierung der Finanzmärkte, heute an den Finanzmärkten mehr Rendite erwirtschaftet wird, als in der realen Wirtschaft.

    Das hat doch dazu geführt, das "DIE REALWIRTSCHAFT NUR NOCH EIN ANHÄNGSEL DER FINANZWIRTSCHAFT IST"

    Heutzutage beträgt das Volumen der uns bekannten gehandelten Derivate zwischen 600 und 700 Billionen Dollar. Um das einmal ins Verhältnis zu setzen: Das ganze globale Bruttoinlandsprodukt, in anderen Worten, alles was die Länder produzieren, beträgt ungefähr 60 Billionen. Also ist die Menge der aktiven Derivate zehn oder sogar zwölfmal größer.

    Auf der anderen Seite haben wir einige interessante Zahlen vom Devisenmarkt. Und wenn wir da den Umsatz anschauen, macht der reale Geldfluss nur ca. 3% des gesamten Handels im Devisenmarkt aus. Der Rest sind derivate.

    Basiert unsere Struktur auf einer Realwirtschaft, die von Finanzdienstleistungen und Finanzhäusern gefördert wird, oder ist unsere Welt eine finanzielle Welt, deren Ansprüche auf die Realwirtschaft gehandelt werden?

    Alle Händler möchten jeden glauben machen, dass sie riesige Werte schaffen. In Wahrheit wird auf den Finanzmärkten aber niemals irgendetwas geschaffen. Es findet nur ein Transfer von Vermögen zwischen den beteiligten Leuten statt. Denn tatsächlich produzieren sie keine realen Dinge, sie verkaufen keine realen Produkte, alles, was sie machen ist, Vermögen zu transferieren. Das bedeutet im Grunde, für jeden Gewinn gibt es auch einen Verlust.

    Wir haben jetzt keine Gesellschaft mehr, sondern eine Wirtschaft. Und wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, dann fällt die Gesellschaft auseinander. Das ist unser Riesenproblem.

    Im Übrigen glaubt irgend jemand auf der Welt, das Länder wie die USA jemals eine Pleite akzeptieren würden? Da hilft immer noch eine eigene Währung. Der EURO war und ist deshalb Länder die sich daran beteiligt haben eine Falle. Denn abwerten kann man bei Problemen nicht mehr!

  • Dieser Saftladen genannt EU und die Euro-Zone ist aufzulösen. Jedes Jahr höhere
    Schäden in allen Bereichen. Weg mit der Regierung und ihren Freunden.

  • Wenn man den Lauf der Dinge genau beobachtet und die sich aufdrängenden Querverbindungen der objektiven oder eingebildeten 'Sachzwänge' analysiert, merkt man wie schnell das System nun zunehmend instabil wird. Das Bauchgefühl sagt einem, daß jetzt offensichtlich - ähnlich wie beim Pferderennen - die letzte Runde eingeläutet wird. Wann, wo, wie und vor allem wie stark es krachen wird, lässt sich allerdings nicht vorhersagen, typisch Erdbeben eben.

  • ...Aha, das ist die Vorbeireitung der Bürger für das was auf Deutschland zukommt !
    Aber warum soviele Worte ! Ob Staat , oder Privat , wenn du keinen Kreditgeber mehr findets , bist du Pleite ! Ob mit oder ohne Insolvenzordung !

  • Die EU ist moralisch am Ende, Pleite. Neben hoher Bürokratie, einem Wasserkopf unnützer und völlig überbezahlter Beamten hat sie fast nichts besser, aber vieles verschlimmert in EU-Europa. Die in Europa trägt der deutsche Steuerzahler, Rentner und Sparer, mehr ist dazu nicht mehr zu sagen.

    Das Schengen-Abkommen ist genauso tot wie der EUR, wird aber trotzdem nicht angetastet, lieber lässt man die eigenen Bürger (mal wieder) bluten ... fürs Dogma eines Grußeuropas.

    Keine Generation zuvor musste für den europäischen Größenwahn solche Einbussen an Wohlstand, Mitsprache und Perspektive hinnehmen wie die jetzige zwischen 25 und 55 Jahren.

    Arbeiten für die Experimente einer größenwahnsinnigen Kanzlerin und am Ende bleibt immer weniger übrig.

    Es wird sich einiges tun in den nächsten Jahren, das politische Establishment ist nicht mehr Herr der Lage! Die ruhigen Zeiten sind vorbei.

  • wie hieß es doch heute über eine partei? X ist wie der Wachhund des Nachbarn - er bellt kräftig bei allen Besonderheiten und wenn man ihm ein zuckerli gibt wedelt er mit dem Schwanz und ist wieder lieb. das trifft leider auch für herrn schäuble zu. Richtiges zu artikulieren heißt noch nicht Richtiges durchsetzen. nun kann man ihn vielleicht dennoch loben, denn viele Politiker artikulieren noch nicht einmal das Richtige.

  • Ich habe gestern die sehr gute gemachte Reportage über Schäuble gesehen. Ein guter Mann! Auch diese Initiative! Der aber leider von einer uneinsichtigen und den anderen EU-Regierungen zu unterwürfigen Kanzlerin ausgebremst wird.

  • >> EU-Staaten sollen pleitegehen können >>


    Mit 2,2 Bio. € Schulden ist Deutschland schon längst Pleite !

    Den Löwenanteil der Schulden ( über 30 % ) hat das "Sparschweinchen im Wägelchen" mit seiner Murksel-Vorturnerin zu verantworten.

    Dem Volk lügen die Polit-Gauner etwas über eine "Schwarze Null" vor.

    Das Volk versteht es aber , dass die Schwarzen Nullen das Pärchen selbst sind !



  • ja herr schäuble, dann führen sie die doppelte buchhaltung für staaten und für privatahushalte ein. dann erkennen sie sehr schnell wer die oder der verlierer ist. denn eines ist ja klar. der zins ist nie in der welt und muß von anderen bezogen oder erwirtschaftet werden. so funktioniert leider unser geldsystem. für politiker vielleicht eine ganz neue erfahrung. banken schöpfen geld aus dem nichts. nur der zins ist eben nicht in der welt. banken wollen für geld aus dem nichts noch zinsen. ein völlig perverses system. die doppelte buchhaltung für alle würde dies sichtbar machen.

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