Vorwahlen in Florida: Mitt Romney kann die Korken knallen lassen

Vorwahlen in Florida
Mitt Romney kann die Korken knallen lassen

80 Prozent der Stimmen sind ausgezählt bei den Vorwahlen der US-Republikaner in Florida. Längst zeichnet sich ein klarer Sieg für Mitt Romney ab. Doch sein Rivale Newt Gingrich lässt sich davon nicht schrecken.
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WashingtonTriumphaler Sieg Mitt Romneys bei den Republikanervorwahlen in Florida: Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen erreichte der Ex-Gouverneur und Multimillionär Romney 47 Prozent der Stimmen, sein ärgster Rivate Newt Gingrich lediglich 32 Prozent.

Damit hat Romney nach Ansicht von Experten eine entscheidend Hürde im Rennen um die Nominierung für die Präsidentenwahl im November genommen. Mit rund 19 Millionen Einwohnern hat der „Sonnenschein-Staat“ erhebliches politisches Gewicht. Romney sprach von einem „großen Sieg“. „Ich stehe bereit, um die Partei und unsere Nation zu führen“, sagte er vor jubelnden Anhängern in Tampa. An die Adresse von Präsident Barack Obama sagte Romney: „Jetzt ist es Zeit für Sie, zur Seite zu treten.“

Trotzdem dürften sich die Vorwahlen US-Republikaner noch über Wochen und Monate hinziehen. Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich machte klar, dass er ungeachtet seiner schweren Niederlage in Florida weitermachen werde. „Wir werden an jedem Ort antreten“, sagte er am Dienstagabend vor Anhängern mit Blick auf die weiteren Vorwahlen bis zum Nominierungsparteitag Ende August.

„Die Macht des Volkes wird die Macht des Geldes besiegen“, meinte Gingrich und spielte damit auf die enormen Wahlkampfgelder seines Rivalen Mitt Romney an. Die Präsidentenwahlen im November seien „die wichtigsten Wahlen Eures Lebens“, rief er seinen Anhängern zu. „Wenn Barack Obama wiedergewählt würde, wäre dies ein Desaster.“

Bereits am Samstag steht eine weitere Vorwahl in Nevada bevor. Als entscheidendes Datum schält sich aber immer mehr der „Super-Tuesday“ am 6. März heraus. Dann wird in zehn Bundesstaaten abgestimmt.

Zwar war die Abstimmung in Florida bereits die vierte US-Vorwahl - aber nach Iowa, New Hampshire und South Carolina war es der erste Urnengang von entscheidender Bedeutung. Es ging um 50 Delegiertenstimmen für die Nominierung im August, deutlich mehr als bei den drei bisherigen Abstimmungen. Insgesamt sind beim Republikaner-Parteitag 1144 Delegiertenstimmen nötig. Erst dann wird endgültig entschieden, wer gegen Obama antritt.

„Lachender Dritter“ des Republikanerrennens ist Obama. Er dürfte von den Tiefschlägen, die sich die Republikaner gegenseitig zufügen, profitieren. Seit Wochen hat die Auseinandersetzung an Härte zugenommen. Gingrich etwa warf Romney immer wieder dessen frühere Tätigkeit als Unternehmerberater vor, bei der er Firmen stillgelegt und dabei Millionen verdient habe.

Das Weiße Haus bereitet sich bereits seit Monaten auf Romney als wahrscheinlichsten Gegner bei der Präsidentenwahl am 6. November vor. Umfragen zufolge dürften sich Obama und Romney ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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